Bayer Quartalsmitteilung Q1 2026
Kennzahlen Pharmaceuticals

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %1

in Mio. €

 

Q1 2025

 

Q1 2026

 

nominal

 

wpb.

Umsatzerlöse

 

4.548

 

4.249

 

–6,6

 

–0,5

Umsatz­veränderungen1

 

 

 

 

 

 

 

 

Menge

 

3,5 %

 

4,2 %

 

 

 

 

Preis

 

0,6 %

 

–4,7 %

 

 

 

 

Währung

 

0,3 %

 

–5,8 %

 

 

 

 

Portfolio

 

0,0 %

 

–0,3 %

 

 

 

 

Umsatzerlöse nach Regionen

 

 

 

 

 

 

 

 

Europa/Nahost/Afrika

 

1.628

 

1.371

 

–15,8

 

–14,7

Nordamerika

 

1.399

 

1.465

 

4,7

 

15,2

Asien/Pazifik

 

1.290

 

1.170

 

–9,3

 

–1,3

Lateinamerika

 

231

 

243

 

5,2

 

9,5

EBITDA1

 

1.228

 

1.520

 

23,8

 

 

Sondereinflüsse1

 

–114

 

278

 

 

 

 

EBITDA vor Sondereinflüssen1

 

1.342

 

1.242

 

–7,5

 

 

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen1

 

29,5 %

 

29,2 %

 

 

 

 

EBIT1

 

989

 

1.231

 

24,5

 

 

Sondereinflüsse1

 

–114

 

278

 

 

 

 

EBIT vor Sondereinflüssen1

 

1.103

 

953

 

–13,6

 

 

Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit

 

1.161

 

1.007

 

–13,3

 

 

Kapitalflusswirksame Investitionen

 

163

 

143

 

–12,3

 

 

Forschungs- und Entwicklungskosten2

 

773

 

800

 

3,5

 

 

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns

2

Nach Sondereinflüssen und Abschreibungen/Wertminderungen

1. Quartal 2026

Umsatzerlöse

Im 1. Quartal 2026 lag der Umsatz von Pharmaceuticals mit 4.249 Mio. € wpb. auf Vorjahresniveau (–0,5 %). Signifikante Zuwächse verzeichneten wir erneut mit Nubeqa™ und Kerendia™. Zudem konnten wir unser Radiologie-Geschäft weiter ausbauen. Dem standen deutliche Rückgänge bei Xarelto™ infolge von Patentabläufen sowie Einbußen bei Eylea™ gegenüber.

  • Den Umsatz mit unserem Krebsmedikament Nubeqa™ steigerten wir erneut signifikant und erzielten dabei Zuwächse in allen Regionen. Insbesondere in den USA und in Europa setzten wir unsere Wachstumsdynamik mit starken Absatzsteigerungen fort, während sich im Vergleich zum Vorjahr Preiseffekte aus dem Inflation Reduction Act in den USA leicht negativ auswirkten.

  • Der Umsatz mit unserem Augenmedikament Eylea™ war aufgrund generischen Wettbewerbsdrucks deutlich rückläufig, insbesondere in Kanada und Europa. Dies zeigte sich maßgeblich in sinkenden Preisen, v. a. in Europa. Die Markteinführung von Eylea™ 8 mg mit verlängerten Behandlungsintervallen trug mit rund 46 % erheblich zum Umsatz bei.

  • Unser Radiologie-Geschäft mit Ultravist™ und CT Fluid Delivery konnten wir bei stabilen Preisen durch Absatzsteigerungen erneut erfreulich ausbauen.

  • Der deutliche Rückgang bei unserem oralen Gerinnungshemmer Xarelto™ war erwartungsgemäß bedingt durch generischen Wettbewerbsdruck, insbesondere in Europa. Die als Umsatz erfassten Lizenzeinnahmen in den USA, wo Xarelto™ von einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson vermarktet wird, lagen unter dem Vorjahresquartal.

  • Nach einem starken Vorjahresquartal sank der Umsatz mit unseren Langzeitkontrazeptiva der Mirena™-Produktfamilie, v. a. in den USA.

  • Das Geschäft mit Kerendia™, unserem Medikament zur Behandlung der chronischen Nierenerkrankung in Verbindung mit Typ-2-Diabetes sowie Herzinsuffizienz, konnten wir weiter signifikant ausbauen, v. a. aufgrund von deutlichen Absatzsteigerungen in den USA und in China.

  • Mit unserem Medikament zur Behandlung von Lungenhochdruck, Adempas™, erzielten wir v. a. in den USA einen kräftigen Umsatzanstieg. Die Umsätze beinhalteten wie bisher auch die anteilige Erfassung der Vorab- und Meilensteinzahlungen aus der sGC-Kooperation mit Merck & Co., USA.

  • Infolge von Wettbewerb war der Umsatz mit unseren Blutgerinnungsmitteln Kovaltry™/Jivi™ merklich rückläufig, u. a. in China.

  • Ebenfalls in China verzeichneten wir deutliche Rückgänge mit unserem Medikament zur Herzinfarktsekundärprävention Aspirin™ Cardio sowie mit dem Krebsmedikament Stivarga™ infolge der volumenbasierten Beschaffungspolitik. Demgegenüber stieg dort der Umsatz mit unserem Produkt gegen Bluthochdruck und koronare Herzerkrankungen, Adalat™, v. a. aufgrund von deutlichen Absatzsteigerungen.

Umsatzstärkste Pharmaceuticals-Produkte

 

 

 

 

 

 

Veränderung in %1

in Mio. €

 

Q1 2025

 

Q1 2026

 

nominal

 

wpb.

Nubeqa™

 

515

 

749

 

45,4

 

57,1

Eylea™

 

815

 

623

 

–23,6

 

–20,5

Xarelto™

 

633

 

364

 

–42,5

 

–40,4

Mirena™/Kyleena™/Jaydess™

 

352

 

316

 

–10,2

 

–2,7

Kerendia™

 

161

 

274

 

70,2

 

84,2

Adempas™

 

183

 

186

 

1,6

 

8,3

Adalat™

 

145

 

171

 

17,9

 

25,6

YAZ™/Yasmin™/Yasminelle™

 

187

 

164

 

–12,3

 

–7,9

Ultravist™2

 

132

 

153

 

15,9

 

22,2

CT Fluid Delivery3

 

144

 

141

 

–2,1

 

5,9

Aspirin™ Cardio

 

189

 

130

 

–31,2

 

–28,5

Kovaltry™/Jivi™

 

158

 

129

 

–18,4

 

–12,7

Gadovist™-Produktfamilie

 

105

 

98

 

–6,7

 

–1,5

Stivarga™

 

98

 

76

 

–22,4

 

–17,4

Glucobay™

 

49

 

58

 

18,4

 

25,1

Summe umsatzstärkste Produkte

 

3.866

 

3.632

 

–6,1

 

–0,2

Anteil am Pharmaceuticals-Umsatz

 

85 %

 

85 %

 

 

 

 

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns

2

Vorjahreswert angepasst

3

CT Fluid Delivery umfasst Injektionssysteme, v. a. die Produktfamilie Stellant™.

Ergebnis

Im 1. Quartal 2026 sank das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals um 7,5 % auf 1.242 Mio. € (Vorjahr: 1.342 Mio. €). Dies war insbesondere zurückzuführen auf höhere Aufwendungen bei unseren Vertriebsaktivitäten, v. a. durch die Vermarktung von Lynkuet™ (Elinzanetant), Nubeqa™ und Kerendia™, sowie auf negative Währungseinflüsse in Höhe von 77 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €). Darüber hinaus stiegen unsere Investitionen in F&E-Aktivitäten. Zudem konnten Preisrückgänge, v. a. im Zusammenhang mit Patentabläufen, nicht vollständig durch Volumenausweitungen kompensiert werden. Positiv wirkten höhere Erträge aus dem Verkauf von Randgeschäften sowie geringere Abschreibungen im Vorratsvermögen. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank um 0,3 Prozentpunkte auf 29,2 %.

Im 1. Quartal 2026 betrug das EBIT 1.231 Mio. € (Vorjahr: 989 Mio. €). Hierin enthalten sind Sondererträge von 278 Mio. € (Vorjahr: Sonderaufwendungen von per saldo 114 Mio. €), v. a. aus Desinvestitionen.

Sondereinflüsse1 Pharmaceuticals

in Mio. €

 

EBIT
Q1 2025

 

EBIT
Q1 2026

 

EBITDA
Q1 2025

 

EBITDA
Q1 2026

Restrukturierung

 

–79

 

 

–79

 

Desinvestitionen/Betriebsstilllegungen

 

1

 

248

 

1

 

248

Rechtsfälle/Rechtliche Risiken

 

 

1

 

 

1

Sonstiges

 

–36

 

29

 

–36

 

29

Summe Sondereinflüsse

 

–114

 

278

 

–114

 

278

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns