Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft zeigt sich relativ resilient

Basierend auf den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarten wir für das Jahr 2026 weiterhin ein schwächeres globales Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.1 Belastet wird die Weltwirtschaft durch geopolitische Konflikte, wobei Wachstumsimpulse v. a. durch Künstliche Intelligenz diese Effekte in einigen Ländern teilweise ausgleichen. Inflationsrisiken nehmen zu, besonders belastet sind energieimportierende Länder.

Für den globalen Saatgut- und Pflanzenschutzmarkt erwarten wir für 2026 nunmehr eine stabile bis leicht positive Entwicklung von 0 bis 2 %2 (bisher 0 bis 3 %). Das Marktumfeld bleibt von hoher Volatilität, geopolitischen und wetterbedingten Unsicherheiten, hohen Betriebsmittelkosten und einer angespannten Ertragssituation in der Landwirtschaft geprägt. Im Pflanzenschutz belasten der intensive Wettbewerb durch Generikaanbieter, Wettereinflüsse und die eingeschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit der Landwirte die Marktentwicklung stärker als bislang erwartet. Für Saatgut- und Pflanzeneigenschaften erwarten wir weiterhin ein moderates Wachstum.

In einem weiterhin von geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheit sowie entsprechender Volatilität geprägten Umfeld erwarten wir für 2026 nun ein Wachstum des Consumer-Health-Marktes von 2,5 bis 3 %3. Damit liegt unsere Erwartung in der unteren Hälfte der bisher kommunizierten Bandbreite von 2,5 bis 3,5 %. Ausschlaggebend hierfür ist v. a. die verhaltene Entwicklung in den USA, wo das unsichere Umfeld weiterhin zu einer zurückhaltenden Verbraucherstimmung beiträgt. Die Entwicklung der saisonalen Kategorien und insbesondere der Verlauf der Erkältungssaison bleiben wesentliche Einflussfaktoren für die Marktentwicklung.

Unternehmensausblick

Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Entwicklungen evaluieren wir weiterhin kontinuierlich. Die zurzeit ermittelten finanziellen Effekte haben keinen materiellen Einfluss auf unsere Jahresprognose. Wir beobachten nach wie vor die Entwicklungen bei Primär- und Sekundäreffekten (z. B. Energie- und Rohstoffpreise, Logistikkosten, Nachfrageeffekte), um ggf. geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die künftigen Auswirkungen möglicher weiterer Entwicklungen in dieser Thematik sind weiterhin unsicher.

Das Geschäft im Bereich Pharmaceuticals entwickelte sich in den ersten neun Monaten besser als erwartet. Daher erhöhen wir für diese Division die für 2026 erwartete EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen auf 25 bis 27 % (bisher: 23 bis 25 %). Auf dieser Basis gehen wir währungsbereinigt nunmehr für den Konzern von einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,8 bis 10,3 Mrd. € aus (bisher: 9,6 bis 10,1 Mrd. €).

Zudem erwarten wir den Free Cashflow nun in einer um 1,0 Mrd. € verbesserten Bandbreite von –1,5 bis –0,5 Mrd. € (bisher: –2,5 bis –1,5 Mrd. €). Damit einhergehend rechnen wir zum Jahresende mit einer niedrigeren Nettofinanzverschuldung von 28,0 bis 29,0 Mrd. € (bisher: 29,0 bis 30,0 Mrd. €).

Für die übrigen Kennzahlen bestätigen wir die Konzernprognose für das Geschäftsjahr 2026, wie zuletzt im Halbjahresfinanzbericht zum 2. Quartal 2026 veröffentlicht.

Insgesamt ergeben sich zum 30. September folgende Finanzkennzahlen:

Prognose 2026

 

 

Prognose 2026 währungsbereinigt
(Stand: 30. Juni 2026)

 

Angepasste Prognose 2026 währungsbereinigt
(Stand: 30. September 2026)

 

Prognose 2026 zu Stichtagskursen
(30. Juni 2026)

 

Angepasste Prognose 2026 zu Stichtagskursen
(30. September 2026)

 

 

in Mrd. €

 

wpb. Verän­derung in %

 

in Mrd. €

 

wpb. Verän­derung in %

 

in Mrd. €

 

wpb. Verän­derung in %

 

in Mrd. €

 

wpb. Verän­derung in %

Umsatz

 

45 bis 47

 

0 bis +3

 

45 bis 47

 

0 bis +3

 

44,7 bis 46,7

 

0 bis +3

 

44,7 bis 46,7

 

0 bis +3

Crop Science

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

Pharmaceuticals

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

 

 

 

0 bis +3

Consumer Health

 

 

 

0 bis +4

 

 

 

0 bis +4

 

 

 

0 bis +4

 

 

 

0 bis +4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marge in %

 

 

 

Marge in %

 

 

 

Marge in %

 

 

 

Marge in %

EBITDA vor Sondereinflüssen1

 

9,6 bis 10,1

 

 

 

9,8 bis 10,3

 

 

 

9,4 bis 9,9

 

 

 

9,6 bis 10,1

 

 

Crop Science

 

 

 

20 bis 22

 

 

 

20 bis 22

 

 

 

19 bis 21

 

 

 

19 bis 21

Pharmaceuticals

 

 

 

23 bis 25

 

 

 

25 bis 27

 

 

 

23 bis 25

 

 

 

25 bis 27

Consumer Health

 

 

 

22 bis 24

 

 

 

22 bis 24

 

 

 

22 bis 24

 

 

 

22 bis 24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschreibung („Core“)2

 

–2,1

 

 

 

–2,1

 

 

 

–2,1

 

 

 

–2,1

 

 

Finanzergebnis („Core“)3

 

–1,9 bis –1,7

 

 

 

–1,9 bis –1,7

 

 

 

–1,9 bis –1,7

 

 

 

–1,9 bis –1,7

 

 

Steuerquote („Core“)4

 

24 bis 26 %

 

 

 

24 bis 26 %

 

 

 

24 bis 26 %

 

 

 

24 bis 26 %

 

 

Free Cashflow1

 

–2,5 bis –1,5

 

 

 

–1,5 bis –0,5

 

 

 

–2,5 bis –1,5

 

 

 

–1,5 bis –0,5

 

 

Free Cashflow1 (bereinigt um Vergleichszahlungen)5

 

2,0 bis 3,0

 

 

 

3,0 bis 4,0

 

 

 

2,0 bis 3,0

 

 

 

3,0 bis 4,0

 

 

Nettofinanz­verschuldung1

 

29,0 bis 30,0

 

 

 

28,0 bis 29,0

 

 

 

29,0 bis 30,0

 

 

 

28,0 bis 29,0

 

 

Sondereinflüsse im EBIT

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

Sondereinflüsse im EBITDA

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

–1,0 bis 0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in €

 

 

 

in €

 

 

 

in €

 

 

 

in €

 

 

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1

 

4,30 bis 4,80

 

 

 

4,30 bis 4,80

 

 

 

4,20 bis 4,70

 

 

 

4,20 bis 4,70

 

 

wpb. = währungs- und portfoliobereinigt

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

2

Reguläre Abschreibung auf bestimmte immaterielle (v. a. auf Software) und materielle Vermögenswerte

3

Finanzergebnis vor Sondereinflüssen

4

(Ertragsteuern + Sondereinflüsse Ertragsteuern + Steuereffekte auf Anpassungen)/(Core EBIT + Finanzergebnis + Sondereinflüsse Finanzergebnis)

5

Bereinigt um Auszahlungen zur Beilegung der Rechtsverfahren, insbesondere für PCB und Glyphosat

1Quelle: International Monetary Fund (Stand Oktober 2026)

2Quelle: Eigene Berechnung (Stand: Oktober 2026) mit Hinzunahme von verschiedenen lokalen Quellen; währungsbereinigt

3Quelle: Eigene Berechnung (Stand: September 2026) unter Einbeziehung externer Quellen; währungsbereinigt