Ertragslage Bayer-Konzern1

3. Quartal 2026

Konzernumsatz

Der Konzernumsatz lag im 3. Quartal 2026 bei 10.053 Mio. € (Vorjahr: 9.660 Mio. €; nominal: +4,1 %; wpb.: +1,9 %). Positive Währungseffekte wirkten sich mit 246 Mio. € aus (Vorjahr: negative Währungseffekte in Höhe von 447 Mio. €). In Deutschland erzielten wir einen Umsatz von 547 Mio. € (Vorjahr: 573 Mio. €).

Bei Crop Science lag der Umsatz nominal auf und wpb. unter dem Vorjahresniveau. Der wpb. Rückgang war insbesondere auf negative regulatorische Auswirkungen und nachteilige Wetterbedingungen in den Regionen Europa/Nahost/Afrika und Asien/Pazifik zurückzuführen. Ein starkes Wachstum in Lateinamerika, v. a. aufgrund höherer Nachfrage für die Sommersaison, konnte diese Entwicklung teilweise kompensieren. Bei Pharmaceuticals stieg der Umsatz deutlich, im Wesentlichen aufgrund signifikanter Zuwächse bei Nubeqa™ und Kerendia™ sowie erneut gestiegener Umsätze im Radiologie-Geschäft. Demgegenüber standen erwartete Umsatzrückgänge bei Eylea™ und Xarelto™ infolge von Patentabläufen. Bei Consumer Health lag der Umsatz nominal über und wpb. auf dem Niveau des Vorjahres. Zuwächse verzeichneten wir insbesondere in den Kategorien Magen-Darm-Gesundheit und Dermatologie, während das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln sowie Erkältungsprodukten rückläufig war.

EBITDA vor Sondereinflüssen

Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Konzerns stieg um 6,9 % auf 1.615 Mio. €. Hierin enthalten waren positive Währungseffekte in Höhe von 36 Mio. € (Vorjahr: negative Währungseffekte in Höhe von 42 Mio. €). Bei Crop Science ging das EBITDA vor Sondereinflüssen zurück, insbesondere aufgrund gestiegener Herstellungskosten sowie höherer Vertriebskosten. Bei Pharmaceuticals stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich an, insbesondere infolge höherer Umsatzerlöse, die vor allem auf signifikante Volumenzuwächse bei Nubeqa™ und Kerendia™ zurückzuführen waren. Gegenläufig wirkten höhere Aufwendungen für unsere Vertriebsaktivitäten, v. a. im Zusammenhang mit der Vermarktung von Lynkuet™ und Nubeqa™ sowie mit der Vorbereitung der Markteinführung von Asundexian. Bei Consumer Health sank das EBITDA vor Sondereinflüssen, v. a. aufgrund gestiegener Investitionen in die Vermarktung unserer innovativen Produkte. In der Überleitung ging das EBITDA vor Sondereinflüssen im Wesentlichen durch höhere Aufwendungen für das konzernweite Long-Term-Incentive(LTI)-Programm zurück. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen des Konzerns betrug 16,1 %.

Abschreibungen

Die Aufwendungen aus Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen beliefen sich im 3. Quartal auf 1.553 Mio. € (Vorjahr: 1.005 Mio. €). Diese setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte von 1.102 Mio. € (Vorjahr: 568 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 451 Mio. € (Vorjahr: 437 Mio. €).

In der Division Pharmaceuticals wurde eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte der Marke Xofigo™ in Höhe von 307 Mio. € erforderlich. Der Hintergrund der Wertminderung lag in angepassten Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Umsatzerlöse sowie einer Neubewertung der langfristigen wirtschaftlichen Erwartungen von noch nicht vermarkteten Therapien.

Zudem ergab sich in der Division Consumer Health aufgrund gestiegener gewichteter Kapitalkosten die Notwendigkeit einer außerplanmäßigen Werthaltigkeitsprüfung der Marke Claritin™. In Verbindung mit angepassten Erwartungen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung von Claritin™ resultierte hieraus eine Wertminderung in Höhe von 215 Mio. €, die in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte enthalten ist und als Sonderaufwand ausgewiesen wird.

EBIT und Sondereinflüsse

Das EBIT des Bayer-Konzerns betrug –110 Mio. € (Vorjahr: –543 Mio. €). Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 407 Mio. € (Vorjahr: 1.064 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus der zuvor genannten Wertminderung in der Division Consumer Health sowie aus Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank um 43,0 % auf 297 Mio. € (Vorjahr: 521 Mio. €).

Zur Ermittlung von EBIT und EBITDA haben wir folgende Sondereinflüsse berücksichtigt:

Sondereinflüsse1 nach Kategorien

in Mio. €

 

EBIT
Q3 2025

 

EBIT
Q3 2026

 

EBIT
9M 2025

 

EBIT
9M 2026

 

EBITDA
Q3 2025

 

EBITDA
Q3 2026

 

EBITDA
9M 2025

 

EBITDA
9M 2026

Summe Sondereinflüsse

 

–1.064

 

–407

 

–2.632

 

–255

 

–1.050

 

–172

 

–3.457

 

–2

Restrukturierung

 

–111

 

–39

 

–399

 

–131

 

–96

 

–19

 

–383

 

–93

davon in der Überleitung

 

–2

 

–

 

–15

 

–

 

–2

 

–

 

–15

 

–

Desinvestitionen/Betriebsstilllegungen

 

–

 

–

 

–3

 

250

 

–

 

–

 

–3

 

250

Rechtsfälle/Rechtliche Risiken

 

–934

 

–161

 

–3.040

 

–196

 

–935

 

–161

 

–3.041

 

–196

davon in der Überleitung

 

–237

 

–280

 

–812

 

–402

 

–238

 

–280

 

–813

 

–402

Wertminderung/Wertaufholung2

 

–

 

–215

 

840

 

–215

 

–

 

–

 

–

 

–

Sonstiges

 

–19

 

8

 

–30

 

37

 

–19

 

8

 

–30

 

37

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

2

Sofern diese nicht bereits in den anderen Sondereinfluss-Kategorien enthalten sind

Konzernergebnis

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von –678 Mio. € (Vorjahr: –618 Mio. €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei –788 Mio. € (Vorjahr: –1.161 Mio. €). Der Rückgang des Finanzergebnisses ist v. a. auf höhere Aufwendungen für die Aufzinsung von diskontierten Rückstellungen sowie auf ein niedrigeres Beteiligungsergebnis zurückzuführen, was zum Teil durch ein besseres Kurs- sowie Zinsergebnis kompensiert wurde. Nach Hinzurechnung eines Ertrags aus Ertragsteuern von 127 Mio. € (Vorjahr: 202 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Anteilen anderer Gesellschafter betrug das Konzernergebnis –672 Mio. € (Vorjahr: –963 Mio. €).

Finanzergebnis1

in Mio. €

 

Q3 2025

 

Q3 2026

 

9M 2025

 

9M 2026

Beteiligungsergebnis

 

16

 

–42

 

6

 

–23

Zinsergebnis

 

–454

 

–411

 

–1.148

 

–1.084

Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge

 

–180

 

–225

 

–409

 

–616

davon Aufzinsung diskontierter Rückstellungen

 

–85

 

–150

 

–254

 

–385

davon Kursergebnis

 

–88

 

–36

 

–100

 

–160

davon übrige Aufwendungen und Erträge

 

–7

 

–39

 

–55

 

–71

Finanzergebnis

 

–618

 

–678

 

–1.551

 

–1.723

davon Sondereinflüsse (netto)

 

–271

 

–130

 

–404

 

–361

Finanzergebnis („Core“)2

 

–347

 

–548

 

–1.147

 

–1.362

1

Nähere Erläuterungen zum Finanzergebnis werden im Geschäftsbericht 2025 in der Anhangangabe [10] gegeben.

2

Finanzergebnis vor Sondereinflüssen

Bereinigtes Konzernergebnis je Aktie

Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie lag mit 0,31 € unter dem Vorjahreswert von 0,49 €2. Die operative Ergebnisverbesserung konnte das rückläufige, um Sondereinflüsse bereinigte, Finanzergebnis sowie höhere Steueraufwendungen im Quartal nicht kompensieren.

Das Ergebnis je Aktie (gesamt) lag bei –0,69 € (Vorjahr: –0,98 €). Die Differenz zum bereinigten Konzernergebnis je Aktie erklärt sich v. a. durch die zuvor genannten Wertminderungen in den Divisionen Pharmaceuticals und Consumer Health.

Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1, 2

in Mio. €

 

Q3 2025

 

Q3 2026

 

9M 2025

 

9M 2026

EBIT1 (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

–543

 

–110

 

1.794

 

4.245

Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten3

 

461

 

978

 

842

 

2.277

Wertminderungen (+)/Wertaufholungen (–) von Sachanlagen und in den Sondereinflüssen enthaltene beschleunigte Abschreibungen

 

50

 

47

 

101

 

121

Sonderaufwendungen (+)/Sondererträge (–) (ohne Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen)

 

1.049

 

173

 

3.457

 

2

„Core EBIT“1

 

1.018

 

1.088

 

6.194

 

6.645

Finanzergebnis (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

–618

 

–678

 

–1.551

 

–1.723

Sonderaufwendungen (+)/Sondererträge (–) Finanzergebnis4

 

271

 

130

 

404

 

361

Ertragsteuern (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)

 

202

 

127

 

–88

 

–187

Steuereffekte bezogen auf Abschreibungen/Wertminderungen/Wertaufholungen und Sondereinflüsse

 

–388

 

–352

 

–975

 

–1.174

Ergebnis nach Ertragsteuern auf nicht beherrschende Anteile entfallend
(gemäß Gewinn- und Verlustrechnung)5

 

–4

 

–11

 

–18

 

–25

Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil der oben dargestellten Anpassungen

 

–1

 

–

 

–2

 

–

Bereinigtes Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft

 

480

 

304

 

3.964

 

3.897

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Mio. Stück

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien

 

982,42

 

982,42

 

982,42

 

982,42

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in €

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereinigtes Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft „Core EPS“1, 2

 

0,49

 

0,31

 

4,03

 

3,97

1

Zur Definition siehe Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“

2

Vorjahreswerte gemäß der ab diesem Berichtsjahr angepassten Berechnung; siehe Geschäftsbericht 2025, A 3.1.2 „Unternehmensausblick“

3

Ausgenommen: reguläre Abschreibung auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte (v. a. auf Software)

4

Darin enthalten sind insbesondere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsfällen/Rechtlichen Risiken.

5

Seit dem 3. Quartal 2026 ist die Beteiligung von Apollo Global Management Inc. gemäß der vertraglichen Vereinbarung enthalten.

Personalaufwand und Beschäftigte

Die Zahl der Beschäftigten des Bayer-Konzerns lag im Stichtagsvergleich mit 87.775 (–0,8 %; Vorjahr: 88.502) nahezu auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand stieg im Wesentlichen aufgrund von Gehaltssteigerungen und der langfristigen, aktienorientierten Incentivierung im 3. Quartal um 6,3 % auf 2.788 Mio. € (Vorjahr: 2.622 Mio. €).

1 Für die Definition der alternativen Leistungskennzahlen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2025, A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“.

2 Vorjahreswert gemäß der ab diesem Berichtsjahr angepassten Berechnung; siehe Geschäftsbericht 2025, A 3.1.2 „Unternehmensausblick“