Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weiterhin unterdurchschnittliches Wachstum der Weltwirtschaft
Basierend auf den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF) erwarten wir für das Jahr 2026 zwar ein etwas verbessertes, aber weiterhin unterdurchschnittliches globales Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.1 Negativ wirken die Unsicherheiten innerhalb der internationalen Handelspolitik. Dagegen gibt es vor allem in den USA und Asien verstärkte Investitionen in Technologie, unter anderem in KI.
Für das Jahr 2026 rechnen wir für den globalen Saatgut- und Pflanzenschutz-Markt mit einer stabilen bzw. leicht positiven Entwicklung zwischen währungsbereinigt 0 und 3 %2 (Vorjahr: +2 %). Der Markt für Maissaatgut sollte sich im Vergleich zum Rekordvorjahr speziell in den USA normalisieren. In Lateinamerika rechnen wir mit weiterem moderaten Wachstum im Bereich Soja- und Maissaatgut. Insgesamt wird eine Erholung des Soja- und Baumwollsaatgutgeschäfts erwartet. Der Pflanzenschutzmarkt dürfte weiterhin hinter dem Wachstum des Saatgutmarktes zurückbleiben. Dabei sollten Wachstumssegmente in Asien wie Mais, Reis, Obst und Gemüse die flach bzw. rückläufig erwarteten Entwicklungen in den Regionen Europa/Nahost/Afrika und Nordamerika teilweise ausgleichen. Maßgebliche Einflussfaktoren dürften der anhaltende Preisdruck durch intensiven Wettbewerb und Generika sowie die regulatorischen Risiken und Verbote von Schlüsselwirkstoffen in der Region Europa/Nahost/Afrika sein. Die volatile geopolitische Lage sorgt weiterhin für Unsicherheit in der Bewertung der Märkte und bedarf kontinuierlicher Analyse.
Für den Pharmaceuticals-Markt erwarten wir 2026 ein währungsbereinigtes Wachstum von etwa 8 %3, 4 (Vorjahr: +9 %). Die Entwicklung wird maßgeblich durch neue und bestehende Produkte geprägt, insbesondere in den USA und in geringerem Umfang in der EU. Auf der anderen Seite werden Patentabläufe für etablierte Marken sowie die niedrigeren Kosten von Generika und Biosimilars einen Teil des Wachstums ausgleichen.
In einem unsicheren geopolitischen Umfeld rechnen wir für den Consumer-Health-Markt 2026 mit einem währungsbereinigten Wachstum von 3 bis 4 %5 (Vorjahr: +3 %), das weiterhin von den Regionen Europa/Nahost/Afrika und Lateinamerika getrieben wird. Für die USA und China gehen wir von einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld aus. Wir erwarten für alle Kategorien Wachstum, angeführt von Nahrungsergänzung, Dermatologie und Magen-Darm-Gesundheit.
Unternehmensausblick
Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung und unserer internen Planung ergeben sich die folgenden Prognosen, die wir zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Performance auch währungsbereinigt darstellen. Dabei werden die Monatsdurchschnittskurse aus 2025 verwendet.
Insgesamt ist zu beachten, dass eine Aufwertung (Abwertung) des Euro um 1 % gegenüber allen Währungen auf Jahresbasis zu einem Rückgang (Anstieg) des Umsatzes um etwa 350 Mio. € sowie zu einer Reduzierung (Erhöhung) der Nettofinanzverschuldung um etwa 110 Mio. € führt.
Unsere Prognose für den Free Cashflow wird im Wesentlichen durch geplante Auszahlungen im Zusammenhang mit unseren Rechtsstreitigkeiten beeinflusst, die wir für das Jahr 2026 in einer Höhe von etwa 5 Mrd. € erwarten.
Zudem weisen wir darauf hin, dass wir die Berechnung unseres bereinigten Konzernergebnisses je Aktie aus fortzuführendem Geschäft (Core EPS)6 ab dem Geschäftsjahr 2026 adjustieren. Um eine transparentere Darstellung der laufenden operativen Leistung zu bieten, werden bei der Ermittlung dieser Kennzahl zukünftig neben den regulären Abschreibungen auf Sachanlagen auch die regulären Abschreibungen auf bestimmte immaterielle Vermögenswerte, v. a. auf Software, berücksichtigt. Nach unserer neuen Berechnungslogik hätte das Core EPS im Berichtsjahr 4,57 € betragen (berichtete Kennzahl: 4,91 €). Zur besseren Vergleichbarkeit nehmen wir für die Prognose 2026 die zukünftige Berechnung als Basis für den Ist-Wert 2025.
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Ist 2025 |
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Prognose 2026 |
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Prognose 2026 zu Stichtagskursen |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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Umsatz |
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45,6 |
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1,1 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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Crop Science |
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21,6 |
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1,1 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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Pharmaceuticals |
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17,8 |
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1,7 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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Consumer Health |
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5,8 |
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–0,1 |
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0 bis +4 |
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0 bis +4 |
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Marge in % |
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Marge in % |
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Marge in % |
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EBITDA vor Sondereinflüssen1 |
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9,7 |
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21,2 |
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Crop Science |
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4,2 |
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19,4 |
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20 bis 22 |
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19 bis 21 |
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Pharmaceuticals |
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4,5 |
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25,4 |
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23 bis 25 |
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23 bis 25 |
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Consumer Health |
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1,3 |
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23,1 |
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22 bis 24 |
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22 bis 24 |
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Abschreibung („Core“)2 |
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–2,0 |
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–2,1 |
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|
–2,1 |
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Finanzergebnis („Core“)3 |
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–1,5 |
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Steuerquote („Core“)4 |
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25,9 % |
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Free Cashflow1 |
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2,1 |
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Nettofinanzverschuldung1 |
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29,8 |
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Sondereinflüsse im EBIT |
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–6,2 |
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–1,0 bis 0,0 |
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Sondereinflüsse im EBITDA |
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–8,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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in € |
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in € |
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in € |
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Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1 |
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4,57 |
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Zu möglichen Einschätzungsrisiken in Hinblick auf Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsfällen verweisen wir auf Kapitel A 3.2 „Chancen- und Risikobericht“.
1 Quelle: International Monetary Fund (Stand: Januar 2026)
2 Quelle: eigene Berechnung (Stand: Januar 2026) mit Hinzunahme von verschiedenen lokalen Quellen
3 Quelle: IQVIA Market Prognosis (Stand: September 2025); alle Rechte vorbehalten
4 Quelle: IQVIA The Global Use of Medicines Outlook through 2029 (Stand: Juni 2025); alle Rechte vorbehalten
5 Quelle: eigene Berechnung (Stand: November 2025) unter Einbeziehung externer Quellen
6 Zur bisherigen Definition siehe A 2.3 „Alternative Leistungskennzahlen des Bayer-Konzerns“