Kapitalflussrechnung
in Mio. € |
|
Q2 2025 |
|
Q2 2026 |
|
H1 2025 |
|
H1 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
1.058 |
|
690 |
|
43 |
|
–1.104 |
|
|
154 |
|
–707 |
|
315 |
|
–427 |
|
|
–482 |
|
–1.477 |
|
–1.723 |
|
–949 |
|
Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit |
|
730 |
|
–1.494 |
|
–1.365 |
|
–2.480 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang |
|
4.015 |
|
5.728 |
|
6.191 |
|
6.671 |
Veränderung aus Wechselkurs-/Konzernkreisänderungen |
|
–188 |
|
55 |
|
–269 |
|
98 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende |
|
4.557 |
|
4.289 |
|
4.557 |
|
4.289 |
2. Quartal 2026
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit
Im 2. Quartal 2026 lag der Cashflow aus operativer Tätigkeit mit 690 Mio. € unter dem Vorjahr (Vorjahr: 1.058 Mio. €), u. a. bedingt durch höhere Auszahlungen zur Beilegung der Rechtsverfahren, insbesondere für PCB und Glyphosat, welche per saldo 244 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) betrugen. Gegenläufig sind im Cashflow aus operativer Tätigkeit Mittelzuflüsse durch Einzahlungen von Banken aus der Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 166 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) enthalten, die zum 30. Juni 2026 weder fällig noch durch Kunden beglichen waren.
Cashflows aus investiver Tätigkeit
Der Cashflow aus investiver Tätigkeit lag im 2. Quartal 2026 bei –707 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €).
Aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ergaben sich per saldo Einzahlungen in Höhe von 173 Mio. € (Vorjahr: 503 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anteilen an Geldmarktfonds.
Die Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel betrugen 295 Mio. € (Vorjahr: Einzahlungen von 6 Mio. €). Diese entfielen insbesondere auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Perfuse Therapeutics, Inc., USA.
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ergaben sich im 2. Quartal 2026 per saldo Auszahlungen in Höhe von 1.477 Mio. € (Vorjahr: 482 Mio. €).
Die darin enthaltene Nettoschuldentilgung betrug 896 Mio. € (Vorjahr: Nettokreditaufnahme von 155 Mio. €).
Die Nettozinsausgaben betrugen 469 Mio. € (Vorjahr: 529 Mio. €).
Als Dividende zahlte der Bayer-Konzern 112 Mio. € aus (Vorjahr: 108 Mio. €), davon 108 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €) an Aktionäre der Bayer AG.
Free Cashflow
Der Free Cashflow (gesamt) als Summe des operativen Cashflows (gesamt) abzüglich Investitionen zuzüglich erhaltener Zinsen und Dividenden abzüglich gezahlter Zinsen belief sich insbesondere aufgrund des niedrigeren Cashflows aus operativer Tätigkeit im 2. Quartal 2026 auf –371 Mio. € (Vorjahr: 125 Mio. €).
Der um die o. g. Auszahlungen zur Beilegung der Rechtsverfahren insbesondere für PCB und Glyphosat bereinigte Free Cashflow lag bei –127 Mio. € (Vorjahr: 199 Mio. €).
1. Halbjahr 2026
Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit
Im 1. Halbjahr 2026 belief sich der Cashflow aus operativer Tätigkeit auf –1.104 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €). Die Auszahlungen zur Beilegung von Verfahren im Rahmen der Rechtskomplexe, insbesondere für PCB und Glyphosat, betrugen per saldo 2.246 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €). Darin enthalten waren 432 Mio. €, welche im Rahmen des Sammelvergleichs zur Beilegung aktueller und künftiger Klagen zu Glyphosat in einen Treuhandfonds eingezahlt wurden. Demgegenüber enthält der Cashflow aus operativer Tätigkeit Einzahlungen von Banken aus der Übertragung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 166 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €), die zum 30. Juni 2026 weder fällig noch durch Kunden beglichen waren.
Cashflows aus investiver Tätigkeit
Der investive Cashflow im 1. Halbjahr 2026 betrug –427 Mio. € (Vorjahr: 315 Mio. €).
Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf –1.071 Mio. € (Vorjahr: –853 Mio. €).
Aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ergaben sich per saldo Einzahlungen in Höhe von 623 Mio. € (Vorjahr: 1.205 Mio. €). Diese resultierten im Wesentlichen aus dem Verkauf von Anteilen an Geldmarktfonds.
Die Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel betrugen 300 Mio. € (Vorjahr: 197 Mio. €). Diese entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb von 100 % der Anteile an der Perfuse Therapeutics, Inc., USA.
Aus dem Verkauf von Sachanlagen und anderen Vermögenswerten flossen 219 Mio. € zu (Vorjahr: 103 Mio. €). Diese Mittelzuflüsse resultierten insbesondere aus den Verkäufen von Produktrechten (124 Mio. €) für Ventavis™ weltweit sowie für Actron™ und Actron™ Plus in Mexiko. Weitere Zahlungseingänge entfielen auf die Veräußerung von Produktionsanlagen und Bürogebäuden an verschiedenen Standorten.
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Aus Finanzierungstätigkeit resultierte im 1. Halbjahr 2026 per saldo ein Mittelabfluss von 949 Mio. € (Vorjahr: 1.723 Mio. €).
Die darin enthaltene Nettoschuldentilgung betrug 166 Mio. € (Vorjahr: 869 Mio. €).
Die Nettozinsausgaben betrugen 671 Mio. € (Vorjahr: 746 Mio. €).
Als Dividende zahlte der Bayer-Konzern 112 Mio. € aus (Vorjahr: 108 Mio. €).
Free Cashflow
Im 1. Halbjahr 2026 betrug der Free Cashflow (gesamt) –2.691 Mio. € (Vorjahr: –1.403 Mio. €).
Der um die o. g. Auszahlungen zur Beilegung der Rechtsverfahren insbesondere für PCB und Glyphosat bereinigte Free Cashflow lag bei –445 Mio. € (Vorjahr: –1.263 Mio. €).
Nettofinanzverschuldung
in Mio. € |
|
31.12.2025 |
|
31.03.2026 |
|
30.06.2026 |
|
Veränderung zum 31.03. |
|||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Anleihen |
|
33.310 |
|
33.670 |
|
31.807 |
|
–5,5 |
|||||||||||
davon Hybridanleihen2 |
|
4.522 |
|
4.524 |
|
4.526 |
|
– |
|||||||||||
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten3 |
|
1.857 |
|
1.899 |
|
2.290 |
|
20,6 |
|||||||||||
Leasingverbindlichkeiten |
|
1.286 |
|
1.300 |
|
1.363 |
|
4,8 |
|||||||||||
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten4 |
|
137 |
|
173 |
|
218 |
|
26,0 |
|||||||||||
Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
|
989 |
|
1.845 |
|
2.753 |
|
49,2 |
|||||||||||
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten4 |
|
–76 |
|
–97 |
|
–119 |
|
22,7 |
|||||||||||
Finanzverschuldung |
|
37.503 |
|
38.790 |
|
38.312 |
|
–1,2 |
|||||||||||
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
|
–6.671 |
|
–5.728 |
|
–4.289 |
|
–25,1 |
|||||||||||
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte5 |
|
–989 |
|
–544 |
|
–376 |
|
–30,9 |
|||||||||||
Nettofinanzverschuldung1 |
|
29.843 |
|
32.518 |
|
33.647 |
|
3,5 |
|||||||||||
|
|||||||||||||||||||
Die Nettofinanzverschuldung des Bayer-Konzerns erhöhte sich im 2. Quartal 2026 um 1,1 Mrd. € auf 33,6 Mrd. € (Stand zum 31. März 2026: 32,5 Mrd. €), v. a. aufgrund des negativen Free Cashflow, M&A-Transaktionen sowie Währungseffekten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Nettofinanzverschuldung nahezu unverändert (Stand 30. Juni 2025: 33,3 Mrd. €).
Im Juni haben die Bayer Capital Corporation B.V., Niederlande, eine Anleihe in Höhe von 1,75 Mrd. € und die Bayer AG eine als Panda-Bond bezeichnete Anleihe in Höhe von 2,0 Mrd. CNY (265 Mio. €) zurückgezahlt.
Im 2. Quartal wurden von der Bayer Corporation, USA, Commercial Papers mit einem Nominalvolumen von 965 Mio. USD (834 Mio. €) begeben sowie von der Bayer AG in Höhe von nominal 117 Mio. €.
Am 10. Juli hat Moody’s den Ausblick auf „stabil“ angehoben.
Unsere aktuellen Rating-Einstufungen sind wie folgt:
Ratingagentur |
|
Langfrist-Rating |
|
Kurzfrist-Rating |
|
Ausblick |
|---|---|---|---|---|---|---|
S&P Global Ratings |
|
BBB |
|
A-2 |
|
negativ |
Moody’s |
|
Baa2 |
|
P-2 |
|
stabil |
Fitch Ratings |
|
BBB |
|
F3 |
|
negativ |
Vermögenslage und Kapitalstruktur
in Mio. € |
|
31.12.2025 |
|
31.03.2026 |
|
30.06.2026 |
|
Veränderung zum 31.03. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Langfristige Vermögenswerte |
|
71.630 |
|
72.643 |
|
73.641 |
|
1,4 |
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte |
|
23 |
|
16 |
|
25 |
|
56,3 |
Übrige kurzfristige Vermögenswerte |
|
32.888 |
|
35.285 |
|
33.619 |
|
–4,7 |
Kurzfristige Vermögenswerte |
|
32.911 |
|
35.301 |
|
33.644 |
|
–4,7 |
Gesamtvermögen |
|
104.541 |
|
107.944 |
|
107.285 |
|
–0,6 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Eigenkapital |
|
26.063 |
|
28.962 |
|
29.708 |
|
2,6 |
Langfristiges Fremdkapital |
|
45.893 |
|
45.522 |
|
45.307 |
|
–0,5 |
Kurzfristiges Fremdkapital |
|
32.585 |
|
33.460 |
|
32.270 |
|
–3,6 |
Fremdkapital |
|
78.478 |
|
78.982 |
|
77.577 |
|
–1,8 |
Gesamtkapital |
|
104.541 |
|
107.944 |
|
107.285 |
|
–0,6 |
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2026 reduzierte sich gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Mrd. € auf 107,3 Mrd. €.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im 2. Quartal um 1,0 Mrd. € auf 73,6 Mrd. €. Der Effekt resultierte im Wesentlichen aus der Akquisition von Perfuse Therapeutics, Inc., USA; davon entfielen +0,1 Mrd. € auf Goodwill und +0,6 Mrd. € auf immaterielle Vermögenswerte. Des Weiteren erhöhten sich die aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit der Saisonalität des Crop-Science-Geschäfts. Zusätzlich wirkten Fremdwährungseffekte über alle Positionen.
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich um 1,7 Mrd. € auf 33,6 Mrd. €. Nennenswert ist der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um –1,4 Mrd. € und der Abbau von Anteilen an Geldmarktfonds (–0,2 Mrd. €) in den finanziellen Vermögenswerten.
Das Eigenkapital stieg gegenüber dem 31. März 2026 um 0,7 Mrd. € auf 29,7 Mrd. €. Die Veränderung resultierte überwiegend aus dem positiven Ergebnis nach Ertragsteuern (+0,2 Mrd. €), der ergebnisneutralen Veränderung aus der Neubewertung der Nettoverpflichtung leistungsorientierter Versorgungspläne (+0,4 Mrd. €), der Währungsumrechnung von Eigenkapitalpositionen (+0,3 Mrd. €) sowie gegenläufig aus der Dividendenauszahlung (–0,1 Mrd. €). Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. Juni 2026 auf 27,7 % (31. März 2026: 26,8 %).
Das Fremdkapital reduzierte sich im 2. Quartal um 1,4 Mrd. € auf 77,6 Mrd. €. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der finanziellen Verbindlichkeiten um –0,4 Mrd. €, bestehend aus –2,0 Mrd. € Rückzahlung von Anleihen, +1,0 Mrd. € Commercial Paper, +0,4 Mrd. € Kreditaufnahme und +0,2 Mrd. € Währungseffekt. Zusätzlich wirkte der Abbau der Rückstellungen für variable erfolgsabhängige Einmalzahlungen an Beschäftigte (–0,9 Mrd. €) im Zusammenhang mit der Auszahlung des konzernweiten Short-Term-Incentive(STI)-Programms.