Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Geopolitische Konflikte belasten Wachstum der Weltwirtschaft
Basierend auf den Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF), erwarten wir für das Jahr 2026 vor allem durch den Konflikt im Nahen Osten ein schwächeres globales Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Besonders betroffen sind energieimportierende Länder, wobei Wachstumsimpulse durch Künstliche Intelligenz diese Effekte in einigen Ländern teilweise ausgleichen.
Für den globalen Saatgut- und Pflanzenschutz-Markt erwarten wir für 2026 weiterhin eine stabile bis leicht positive Entwicklung von 0 bis 3 %1. Das Marktumfeld bleibt jedoch durch hohe Volatilität, geopolitische Unsicherheiten, steigende Betriebsmittelkosten und eine angespannte Ertragssituation in der Landwirtschaft geprägt. Im Pflanzenschutz rechnen wir aufgrund des intensiven Wettbewerbs durch Generikaanbieter nach wie vor mit Preisdruck. Die robuste Nachfrage und die unverzichtbare Bedeutung dieser Lösungen für eine moderne und produktive Landwirtschaft sollten die Marktentwicklung jedoch stützen. Für Saatgut und Pflanzeneigenschaften erwarten wir ein moderates Wachstum, getragen von der Ausweitung der Maisanbauflächen in Lateinamerika, stabil hohen Maisanbauabsichten in den USA sowie einer steigenden Nachfrage nach Soja-, Baumwoll-, Gemüse- und Getreidesaatgut. Unsicherheiten bestehen weiterhin hinsichtlich geopolitischer Entwicklungen und möglicher witterungsbedingter Belastungen, etwa im Zusammenhang mit El Niño.
Für den Pharmaceuticals-Markt erwarten wir nun für das Jahr 2026 ein Wachstum von etwa 7 %2 (zuvor: 8 %), getrieben sowohl von neuen als auch bestehenden Produkten in den Industrienationen und von der kontinuierlichen Nachfrage nach innovativen Therapien in Bereichen wie Onkologie und Adipositas. Die gesenkte Wachstumsprognose ist vor allem auf den erwarteten intensiveren Preisdruck in den USA sowie auf geopolitische Risiken und Lieferkettenrisiken zurückzuführen, die die Energie- und Transportkosten für Arzneimittelwirkstoffe erhöht haben.3 Darüber hinaus berücksichtigt der Ausblick die Auswirkungen der Patentabläufe etablierter Marken und die anhaltende Verlagerung zu preisgünstigeren Generika und Biosimilars, die das Marktwachstum weiterhin strukturell belasten.
In einem in zunehmendem Maße unsicheren geopolitischen und makroökonomischen Umfeld rechnen wir nun für 2026 für den Consumer-Health-Markt mit einem Wachstum von 2,5 bis 3,5 %4 (zuvor: 3 bis 4 %). Auslöser ist hauptsächlich das kontinuierlich schwächere Umfeld in den USA sowie in anderen Schlüsselmärkten durch die zurückhaltende Verbraucherstimmung. Die Entwicklung der saisonalen Kategorien sowie die weitere Entwicklung der Verbraucherstimmung in den USA und in China bleiben im weiteren Jahresverlauf die wichtigsten Faktoren für einen möglichen Umschwung.
Unternehmensausblick
Die Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Entwicklungen evaluieren wir weiterhin kontinuierlich, insbesondere in Bezug auf den Krieg im Nahen Osten. Die zurzeit ermittelten finanziellen Effekte haben keinen materiellen Einfluss auf unsere Jahresprognose. Wir beobachten nach wie vor die Entwicklungen bei Primär- und Sekundäreffekten (z. B. Energie- und Rohstoffpreise, Logistikkosten, Nachfrageeffekte), um ggf. geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die künftigen Auswirkungen möglicher weiterer Entwicklungen in dieser Thematik sind weiterhin unsicher.
Durch die Minderheitsbeteiligung des US-amerikanischen Unternehmens Apollo Global Management, Inc., an einer neuen Bayer-Gesellschaft gegen Einlage in Höhe von 3,0 Mrd. €, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2026 eine geringere Nettofinanzverschuldung als ursprünglich prognostiziert. Diese soll nun zwischen 29,0 und 30,0 Mrd. € liegen.
Für die übrigen Kennzahlen bestätigen wir die währungsbereinigte Konzernprognose für das Geschäftsjahr 2026, wie zuletzt in der Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2026 veröffentlicht.
Auf Basis der Stichtagskurse zum 30. Juni ergeben sich gegenüber dem 31. März 2026 teilweise veränderte Währungseffekte für unsere Finanzkennzahlen:
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Ursprüngliche Prognose 2026 währungsbereinigt |
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Angepasste Prognose 2026 währungsbereinigt |
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Ursprüngliche Prognose 2026 zu Stichtagskursen (31. März 2026) |
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Angepasste Prognose 2026 zu Stichtagskursen (30. Juni 2026) |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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in Mrd. € |
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wpb. Veränderung in % |
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Umsatz |
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45 bis 47 |
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0 bis +3 |
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45 bis 47 |
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0 bis +3 |
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44,5 bis 46,5 |
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0 bis +3 |
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44,7 bis 46,7 |
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0 bis +3 |
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Crop Science |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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Pharmaceuticals |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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0 bis +3 |
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Consumer Health |
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0 bis +4 |
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0 bis +4 |
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0 bis +4 |
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0 bis +4 |
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Marge in % |
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Marge in % |
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Marge in % |
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Marge in % |
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EBITDA vor Sondereinflüssen1 |
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9,6 bis 10,1 |
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9,6 bis 10,1 |
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9,4 bis 9,9 |
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9,4 bis 9,9 |
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Crop Science |
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Pharmaceuticals |
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Consumer Health |
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Abschreibung („Core“)2 |
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–2,1 |
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–2,1 |
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–2,1 |
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–2,1 |
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Finanzergebnis („Core“)3 |
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–1,9 bis –1,7 |
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–1,9 bis –1,7 |
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–1,9 bis –1,7 |
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–1,9 bis –1,7 |
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Steuerquote („Core“)4 |
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24 bis 26 % |
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24 bis 26 % |
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24 bis 26 % |
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24 bis 26 % |
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Free Cashflow1 |
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–2,5 bis –1,5 |
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–2,5 bis –1,5 |
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–2,5 bis –1,5 |
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–2,5 bis –1,5 |
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2,0 bis 3,0 |
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2,0 bis 3,0 |
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2,0 bis 3,0 |
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2,0 bis 3,0 |
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Nettofinanzverschuldung1 |
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Sondereinflüsse im EBIT |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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Sondereinflüsse im EBITDA |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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–1,0 bis 0,0 |
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in € |
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In € |
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in € |
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in € |
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Bereinigtes Ergebnis je Aktie „Core EPS“1 |
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1 Quelle: Eigene Berechnung (Stand: Juli 2026) mit Hinzunahme von verschiedenen lokalen Quellen; währungsbereinigt
2 Quelle: IQVIA Forecast Link; Bericht zum globalen Pharmamarkt; veröffentlicht Mai 2026; währungsbereinigt
3 Quelle: J.P. Morgan Research, European Healthcare Credit 2026 Mid-Year Sector Weigh-In, 30. Juni/1. Juli 2026; währungsbereinigt
4 Quelle: Eigene Berechnung (Stand: Juli 2026) unter Einbeziehung externer Quellen; währungsbereinigt