Management der Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit Bodendegradation und Rückgang der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
Eine potenzielle negative Auswirkung, die im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurde, ist der mögliche Beitrag zur Bodendegradation und zum Artenrückgang in Flora und Fauna auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgrund unsachgemäßer landwirtschaftlicher Praktiken im Zusammenhang mit unseren Pflanzenschutz- oder Saatgutprodukten, insbesondere bei Überschreitung der gesetzlichen Sicherheitsgrenzwerte bei der Anwendung unserer Produkte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Konzepte zur Verringerung der Bodendegradation und des Rückgangs der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen [E4-2]
Wir sind bestrebt, die potenziellen negativen Auswirkungen durch ein umfassendes Paket aus Richtlinien, Maßnahmen und Zielen zu minimieren. Dazu gehört unsere Strategie des verantwortungsvollen Produktmanagements.
Verantwortungsvolles Produktmanagement mit unserer Konzernregelung „Produktverantwortung, Verpflichtung, Grundsätze und Kernanforderungen“
Um unsere Auswirkungen effektiv zu verringern, haben wir die Grundsätze unseres verantwortungsvollen Produktmanagements in der Konzernregelung „Produktverantwortung, Verpflichtung, Grundsätze und Kernanforderungen“ festgelegt. Unsere Verpflichtung zur Produktverantwortung gilt für den Lebenszyklus unseres Saatguts (einschließlich genetisch modifizierter Pflanzenmerkmale), Biologika und Pflanzenschutzmittel sowie für Dienstleistungen in unserem Portfolio. Unter Produktverantwortung verstehen wir die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Produkten, Dienstleistungen und Best Practices, um die Einhaltung der gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu gewährleisten, den Handel zu erleichtern, Produktpotenziale sowie Nachhaltigkeit maximieren zu können sowie gleichzeitig Risiken für die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie für die Umwelt zu minimieren.
Diese Grundsätze orientieren sich entlang der Produktlebenszyklen und betreffen daher sowohl unsere eigenen Betriebe als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette. Sie umfassen die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion, Verpackung, Lagerung und Transport, Vermarktung, Markenbildung, geistiges Eigentum, Verkauf und Vertrieb, integrierter Pflanzenschutz und Resistenzmanagement, verantwortungsvolle Anwendung, Verpackungsmanagement, die Einstellung des Vertriebs von Produkten und die Entsorgung von Restbeständen. Die Regelung thematisiert auch die Verantwortung für die Auswirkungen unserer Produkte auf den Zustand der Arten sowie auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen und adressiert den Umgang mit biologischer Vielfalt und ökosystembezogenen Auswirkungen in Verbindung mit unseren Produkten und landwirtschaftlichen Praktiken, insbesondere in folgenden Bereichen:
Forschung und Entwicklung: Ziel ist es, Produkte und Dienstleistungen mit verbesserter Wirksamkeit, Produktivität sowie anspruchsvollen Sicherheitsprofilen für Mensch und Umwelt zu entwickeln.
Verantwortungsvolle Anwendung: Wir setzen geeignete Programme auf, um unsere Beschäftigten und Kunden im verantwortungsvollen Umgang mit unseren Produkten und Dienstleistungen zu schulen, und berücksichtigen dabei den gesamten Produktlebenszyklus. Dazu gehören Maßnahmen zum Schutz der Umwelt, sensibler Nutzpflanzen und Wasserquellen sowie zur Minimierung der Exposition und des Risikos für Menschen und Tiere. In Schulungen vermitteln wir Landwirten, Saatgut-Aufbereitern, Händlern und weiteren Anwendern, wie sie unsere Produkte effektiv und sicher einsetzen können, um Pflanzen gesund zu erhalten und auf diese Weise Erntemenge und -qualität steigern zu können. Ziel ist es, die Reichweite unserer Schulungsaktivitäten kontinuierlich zu erhöhen, indem wir verstärkt digitale Medien einsetzen. Wir veröffentlichen die Anzahl der externen Trainingskontakte (z. B. mit Landwirten, Feldarbeitern, Händlern, Einzelhändlern und weiteren Stakeholdern der Agrarindustrie) weltweit jährlich.
Auch in Bezug auf den Umgang mit Reputationsrisiken trägt unsere Strategie des verantwortungsvollen Produktmanagements dazu bei, potenzielle Umweltauswirkungen durch verbesserte Produkteigenschaften und eine verantwortungsvolle Anwendungspraxis weiter zu verringern.
Die Verantwortung für das Thema Produktverantwortung für Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Biologika liegt bei der Funktion „Forschung und Entwicklung“ der Division Crop Science, die direkt an das höchste Entscheidungsgremium der Division, das Crop Science Leadership Team, berichtet. Das Crop Science Leadership Team wird vom Leiter der Division Crop Science geführt, der in seiner Funktion dem Vorstand der Bayer AG angehört. Unsere Regelung „Produktverantwortung, Verpflichtung, Grundsätze und Kernanforderungen“ soll unsere Beschäftigten bei der Sicherstellung der verantwortungsvollen und ethischen Entwicklung, Handhabung und Anwendung unserer Produkte und Dienstleistungen unterstützen. Durch die Implementierung von Maßnahmen im Rahmen der Produktverantwortung, die durch das Qualitätsmanagement und die Compliance-Vorgaben entlang der Produktlebenszyklen ergänzt werden, bilden sie die Grundlage zur Sicherstellung unseres Geschäftsbetriebs. Gleichzeitig werden dadurch auch Partnerschaften und der offene Dialog mit unseren wichtigsten Stakeholdern gestärkt, um dauerhaft Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, langfristig unsere wirtschaftliche Grundlage zu erhalten und letztendlich das Vertrauen der Öffentlichkeit zu verbessern. Die Regelung ist auf unserer Website öffentlich zugänglich.
Wir streben das nachhaltige Management unserer Produkte und Dienstleistungen an, basierend auf mehreren international anerkannten Standards sowie durch die Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen. Neben dem „Internationalen Verhaltenskodex für Pestizidmanagement“ der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekennen wir uns zur Einhaltung weiterer Selbstverpflichtungen entlang der Wertschöpfungskette. Hierzu zählen u. a. die Initiative „Responsible Care“ des internationalen Chemieverbands ICCA, der „Plant Biotechnology Code of Conduct“ von CropLife International und das Programm „Excellence Through Stewardship“ der Global Stewardship Group. Diese Leitlinien bilden gemeinsam mit diversen Brancheninitiativen und regulatorischen Rahmenbedingungen die Grundlage unserer Produktverantwortung. Wir folgen darüber hinaus dem Vorsorgeprinzip nach Grundsatz 15 der Rio-Deklaration der Vereinten Nationen und der Mitteilung (KOM (2000) 1) der EU-Kommission.
Wir fördern ein Konzept der regenerativen Landwirtschaft, welches ein ergebnisorientiertes Anbausystem vorsieht und auf eine Stärkung der Resilienz der landwirtschaftlichen Produktion abzielt. Dabei werden zwei Ziele miteinander verbunden: einerseits das Ziel zur Unterstützung der Landwirte bei der Aufrechterhaltung oder Steigerung ihrer Erträge bei einem reduzierten Einsatz landwirtschaftlicher Betriebsmittel, um eine Verbesserung des sozialen und wirtschaftlichen Wohlergehens zu erreichen. Das zweite Ziel umfasst andererseits die Regeneration, bei der die positiven Auswirkungen auf die Natur im Vordergrund stehen. Hierzu gehören u. a. unsere Bemühungen um eine Verbesserung der Bodengesundheit, die Erhaltung und Wiederherstellung biologischer Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, die Erhaltung von Wasserressourcen sowie die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen auf den Feldern sowie eine stärkere Kohlenstoffbindung zur Reduktion des Klimawandels.
Maßnahmen zur Verringerung der Bodendegradation und des Rückgangs der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen [E4-3]
Unsere Kernmaßnahmen zur Verringerung des möglichen Beitrags zur Bodendegradation und des Rückgangs der Artenvielfalt in Flora und Fauna auf landwirtschaftlich genutzten Flächen umfassen die Prozesse zu Forschung, Entwicklung und Zulassung unserer landwirtschaftlichen Produkte, der sicheren Anwendung der Produkte und dem Management von Ereignissen. Offsets für Biodiversität, die speziell auf die Vielfalt der Ökosysteme, Arten und Gene ausgerichtet sind, sind aktuell nicht Teil unserer Maßnahmen.
Forschung und Entwicklung, Produktzulassung
Unsere Maßnahmen beginnen mit der laufenden Forschung und Entwicklung von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Wir forschen und entwickeln in unserer Division Crop Science in den Bereichen Saatgut & Pflanzenzüchtung, Biotechnologie & Gen-Editierung, Pflanzenschutz, biologische Produkte sowie Digitale Lösungen & Datenanalyse. Durch innovative Saatgut- und Pflanzenschutzlösungen, biologische Produkte, digitale Tools und gezielte Maßnahmen zur Förderung von Lebensräumen und Bestäubern wollen wir dazu beitragen, die Landwirtschaft widerstandsfähiger, produktiver und umweltfreundlicher zu gestalten. Wir setzen auf Anbausysteme, die die Bodengesundheit verbessern, Kohlenstoff im Boden speichern und Erosion verhindern. Ebenso wollen wir Praktiken wie den Anbau von Zwischenfrüchten, Fruchtfolgen und pfluglose Bodenbearbeitung fördern sowie Saatgut und Pflanzenschutzmittel so entwickeln, dass die Bodenfunktionalität erhalten bleibt oder sich sogar verbessert. Biologische Produkte wie Biostimulanzien können die Nährstoffaufnahme der Pflanzen verbessern und somit die Effizienz von synthetischen Düngemitteln verbessern.
Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, um Bodendegradation und den Rückgang der Biodiversität zu verringern. Die erwarteten Ergebnisse sind eine signifikante Verbesserung der Bodengesundheit, eine erhöhte Kohlenstoffspeicherung im Boden und ein effektiver Schutz vor Erosion. Die diesbezügliche Forschung ist interdisziplinär angelegt und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, um nachhaltige und skalierbare Lösungen zu entwickeln. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Praxis wird sichergestellt, dass die entwickelten Lösungen direkt in der Landwirtschaft angewendet werden können.
Unsere Pflanzenschutzprodukte unterliegen dabei strengsten Regulierungen mit spezifischen und umfangreichen Zulassungs- bzw. Registrierungsverfahren und können daher erst nach der Zulassung durch eine Behörde oder nach einer amtlichen Registrierung zur Nutzung durch die Landwirte am Markt angeboten werden. Im Rahmen der Zulassung muss für die einzelnen Produkte immer die vorgeschriebene Wirksamkeit und Produktsicherheit nachgewiesen werden. Elementarer Bestandteil für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln sind umfangreiche Studien, die im Rahmen des Entwicklungsprozesses zur Sicherheit der menschlichen Gesundheit sowie der Umweltsicherheit erstellt werden, um im Rahmen von Wirkungs- und Expositionsstudien potenzielle Auswirkungen auf Nicht-Zielorganismen zu bewerten. Kritische substanzspezifische Parameter wie Persistenz, Mobilität und Bioakkumulation eines Moleküls und der Metaboliten sind daher ausschlaggebend für die Entscheidung zur Entwicklung eines neuen Produkts. Die Forschung und Entwicklung neuer Produkte sowie die Erstellung von Studien erfolgt fortlaufend. Eine erteilte Zulassung gilt nur für ein bestimmtes Produkt mit der in der Zulassung registrierten Formulierung. Änderungen in der Produktzusammensetzung (z. B. neue Formulierungen bei Pflanzenschutzmitteln) bedürfen einer zusätzlichen Zulassung oder Registrierung. Für den Fall, dass es in einem Land keine eigene Pflanzenschutzgesetzgebung gibt, haben wir uns selber dazu verpflichtet, in diesen Ländern nur solche Pflanzenschutzmittelprodukte zu vertreiben, deren Wirkstoffe in mindestens einem OECD-Land oder einem Land mit ausgereiften und risikobasierten regulatorischen Anforderungen registriert sind.
Sichere Anwendung unserer Produkte
Um eine sichere Anwendung gewährleisten zu können, müssen Pflanzenschutzmittel etikettiert werden (Label), damit die Anwender in der Landwirtschaft die Eigenschaften der Produkte sowie die genauen Bestimmungen kennen. Bei der Etikettierung unserer Produkte folgen wir den „FAO Guidance on Good Labelling Practices for Pesticides“ (FAO-Leitkriterien) sowie dem „Globally Harmonized System“ (GHS) zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien und erfüllen zusätzlich auch die lokalen behördlichen Anforderungen zur Klassifizierung und Kennzeichnung. In Ländern, in denen es keine gesonderten Anforderungen an die Kennzeichnung gibt, werden unsere Pflanzenschutzmittel gemäß den FAO-Leitlinien und dem GHS klassifiziert und gekennzeichnet. In Ländern, in denen die lokalen Vorschriften von den FAO-Leitlinien und dem GHS abweichen, verwenden wir diese trotzdem als Referenz, um uns für Verbesserungen der Etikettierung der Pflanzenschutzprodukte einzusetzen, wann immer dies möglich ist. Die Maßnahmen zur Etikettierung erfolgen fortlaufend unter Anwendung der aktuellen Vorgaben.
Durch gezielte Schulungen zeigen wir Landwirten (einschließlich Kleinbauern), Fachleuten für Saatgutbehandlung, Händlern, Feldarbeitern und anderen Akteuren in der Agrarwirtschaft, wie sie unsere Produkte sowohl effektiv als auch sicher einsetzen können, um gesunde Pflanzen zu erhalten und dadurch den Ertrag und die Qualität ihrer Ernteerzeugnisse zu sichern und zu steigern. Unser Ziel ist es, die Reichweite unserer Schulungsaktivitäten kontinuierlich durch eine breitere Nutzung digitaler Medien zu erhöhen. Die Schulungen decken viele Aspekte ab, einschließlich der sicheren Handhabung unserer Produkte während der Anwendung, des Transports, der Lagerung und der Entsorgung, der korrekten Verwendung von Schutzausrüstung und -kleidung sowie von Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall. Die Schulungsthemen können an spezifische Zielgruppen, den Anbau einer bestimmten Kulturpflanze oder ein bestimmtes Produkt angepasst werden, je nach lokalen Anforderungen. Unsere Schulungsmaterialien sind in verschiedenen Formaten verfügbar – von Vor-Ort-Präsentationen über Broschüren, Videos, Plakate, Handbücher bis hin zu Live-Chats. Neben speziellen Schulungsmaßnahmen für Landwirte und Anwender von Pflanzenschutzmitteln kombinieren wir Schulungsaktivitäten auch mit Veranstaltungen wie Produkteinführungen oder Feldtagen, um eine große Anzahl von Landwirten und Händlern zu erreichen. Seit 2025 haben wir ein hybrides Schulungsmodell, das die Zugänglichkeit virtueller Formate mit Präsenzveranstaltungen dort kombiniert, wo es möglich ist, und so sowohl Flexibilität als auch Effektivität in unserem Schulungsansatz gewährleistet. Wir haben viele unserer Schulungsaktivitäten in Ländern konzentriert, in denen die gesetzlichen Anforderungen an die Zertifizierung von Landwirten für den sicheren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln begrenzt sind oder noch nicht gefordert werden. Die meisten der von uns bislang durchgeführten Schulungen waren in Asien, gefolgt von Afrika und Lateinamerika. Die Schulungsmaßnahmen erfolgen fortlaufend unter Anwendung der aktuellen Vorgaben.
Darüber hinaus unterstützen wir über unser Programm BayG.A.P. Landwirte – insbesondere Kleinbauern – dabei, nachhaltigere landwirtschaftliche Praktiken einzuführen und Zertifizierungen für einen besseren Marktzugang zu erhalten. Das in vielen Ländern weltweit verfügbare Programm startete 2015 und erreicht jährlich mehrere tausend Landwirte. Durch Schulungen, landwirtschaftliche Beratung und Unterstützung bei der Erlangung von Zertifizierungen fördert BayG.A.P. den sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, was zur Reduktion von Umweltrisiken und Auswirkungen auf Bodenerosion und Artenvielfalt beitragen kann. Um lokales Wissen in die Weiterentwicklungen unserer Schulungsmaßnahmen für Biodiversität und Ökosysteme einzubinden, greifen wir u. a. auf Ergebnisse aus der Farmer-Voice-Umfrage zurück. Die in den Jahren 2023 und 2024 durchgeführten Umfragen wurden Daten zu Motivation, Wahrnehmungen und Perspektiven von mehr als 2000 Landwirten aus acht Ländern auf verschiedenen Kontinenten erfasst (Australien, Brasilien, China, Deutschland, Indien, Kenia, Ukraine und Vereinigte Staaten). Die Umfrage analysiert die aktuellen Herausforderungen, mit denen Landwirte konfrontiert sind, und beleuchtet die von ihnen angewandten Praktiken zum Schutz von Natur und Artenvielfalt sowie deren Erwartungen an die Zukunft. Beispielsweise hat die Umfrage bestätigt, dass Landwirte in der Umsetzung einer regenerativen Landwirtschaft einen Mehrwert sehen – eine Erkenntnis, die uns zur Weiterentwicklung unserer Schulungsmaßnahmen dient.
Management von Ereignissen
Wir informieren unsere Kunden umfassend und transparent über unsere Produkte und Dienstleistungen sowie deren sachgemäße Anwendung. Benutzer unserer Produkte können sich über eine Reihe von Kommunikationskanälen an uns wenden, wenn sie Fragen oder Beschwerden haben oder wenn sie Vorfälle melden möchten, die auch im Zusammenhang mit Bodenerosion und Artenvielfalt stehen können. Zu diesen Kanälen gehören sowohl der direkte Kontakt zu unseren Vertriebsmitarbeitern als auch Hotline-Nummern, die auf unseren Produktverpackungen aufgedruckt sind. Wir gehen weltweit allen gemeldeten Vorfällen im Zusammenhang mit unseren Pflanzenschutz- und Saatgut-Produkten nach und verwalten diese Vorfälle mithilfe eines speziellen Managementsystems und der Software CAIRnew, einer Lösung zum Melden, Verwalten, Dokumentieren und Analysieren von Vorfällen, Reklamationen und Produktrückrufen. Unser Managementsystem für gemeldete Vorfälle sowie kontinuierliche Überprüfungen der Anwendung unserer Produkte bilden die wichtigsten Bausteine, wenn es darum geht, die Sicherheit unserer Produkte zu überwachen und notwendige Verbesserungen zu identifizieren. Grundsätzlich können Maßnahmen zur Risikominderung von verstärkten Schulungsmaßnahmen über Änderungen einer Produktformulierung, überarbeitete Anwendungsempfehlungen und Einschränkungen der Produktanwendung bis hin zur Rücknahme eines Produkts reichen. Dies entspricht u. a. den Vorgaben des „Internationalen Verhaltenskodex für Pestizidmanagement“ der FAO und der WHO.
Management von Reputationsrisiken aufgrund der negativen öffentlichen Wahrnehmung unserer Produkte und unseres Geschäfts
Obwohl Pflanzenschutzmittel gesetzlich stark regulierte Produkte sind, die eine hohe Wirksamkeit haben müssen und keine schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sowie keine unannehmbaren Auswirkungen auf die Umwelt zeigen dürfen, haben wir Reputationsrisiken identifiziert, die sich aus der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt ergeben. Wir sehen darin ein Risiko und haben Richtlinien und Maßnahmen umgesetzt, um den gesellschaftlichen Erwartungen in Bezug auf Biodiversität gerecht zu werden und diese Risiken abzumildern.
Konzepte im Zusammenhang mit Reputationsrisiken [E4-2]
Unsere Konzepte im Zusammenhang mit Reputationsrisiken, die aufgrund gesellschaftlicher Wahrnehmungen der Auswirkungen unserer Produkte auf dem Feld existieren, beinhalten einen intensiven Austausch mit unseren Stakeholdern.
Gesellschaftliche Erwartungen mit den Bayer-Societal-Engagement-Prinzipien erfüllen
Um sicherzustellen, dass wir die Erwartungen der Gesellschaft an uns erfüllen und mit unseren Geschäftsaktivitäten Wert für alle Interessengruppen schaffen, haben wir zusätzlich zu unserem „Code of Conduct“ die „Bayer Societal Engagement(BASE)-Prinzipien“ eingeführt. Sie sind in einer Konzernregelung festgeschrieben, die weltweit die Richtlinien zum Austausch mit unseren Stakeholdern vorgibt. Um das Vertrauen in unseren Beziehungen zu unseren Kunden, Verbrauchern sowie der Presse, dem Gesetzgeber, den Regulierungsbehörden, den zivilgesellschaftlichen Organisationen und unseren Aktionären zu stärken, informieren wir transparent und wissenschaftlich fundiert über Nutzen und Risiken unserer Produkte und überwachen die Qualität und Sicherheit unserer Produkte im Markt. Dies schließt auch Biodiversitätsaspekte mit ein.
Die Regelung bezieht sich u. a. auf den Umgang mit gesellschaftlichen Wahrnehmungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung (einschließlich Biodiversität) und ist auf unserer Website öffentlich zugänglich. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Grundsätze liegt bei der Enabling Function Public Affairs, Sustainability & Safety in Zusammenarbeit mit dem oberen Management in den jeweiligen Ländern und Divisionen an allen Bayer-Standorten.
Als Leitrahmen gelten die Prinzipien weltweit für unsere Betriebe und beschreiben unsere Maßnahmen in acht Kategorien:
Unser Austausch mit der Gesellschaft
Unsere Leitprinzipien und zentralen Werte
Wie wir Innovationen vorantreiben
Wie wir uns am Arbeitsplatz verhalten
Wie wir unsere Geschäfte führen
Wie wir uns gegenüber unseren Kunden, Patienten und den Verbrauchern unserer Produkte verhalten
Wie wir uns gegenüber Medien, Gesetzgebern, Regulierungsbehörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen verhalten
Wie wir uns gegenüber Aktionären verhalten
Durch die Anwendung dieser Prinzipien wollen wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung als nachhaltig handelndes und transparentes Unternehmen gerecht werden und für unseren Beitrag zum Fortschritt im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft anerkannt werden. Gleichzeitig wollen wir zuhören, verstehen, Bedenken ernst nehmen und einen respektvollen Dialog führen, v. a. wenn es um schwierige oder unbequeme Themen geht.
Maßnahmen im Zusammenhang mit Reputationsrisiken [E4-3]
Eine unserer Kernmaßnahmen zur Förderung eines intensiven Austauschs mit unseren Stakeholdern ist unsere Transparenzinitiative, die über die Sicherheit unserer Produkte informiert. Offsets für Biodiversität, die speziell auf die Vielfalt der Ökosysteme, Arten und Gene ausgerichtet sind, sind aktuell nicht Teil unserer Maßnahmen.
Unsere Transparenzinitiativen bei Crop Science, um über Produktsicherheit zu informieren
Unsere Transparenz-Plattform ermöglicht den Zugang zu den Ergebnissen unserer Studien zur Sicherheit unserer Pflanzenschutzmittel, zu Sicherheitsberichten unserer Wirkstoffe und zu wichtigen Zulassungsunterlagen für von uns entwickelte gentechnisch veränderte Kulturen. Diese Initiative ergänzt unsere regelmäßigen und offenen wissenschaftsbasierten Gespräche mit vielen Stakeholdern, unsere jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie die aktive Mitarbeit in Gremien, Fachworkshops und internationalen Initiativen und Kooperationen. Zusätzlich veröffentlichen wir auch unsere internen Standards zur Produktsicherheit, um zu zeigen, wie wir Sicherheitsmaßnahmen für die sichere Anwendung unserer Produkte festlegen, und haben zwei virtuelle Besucherplattformen geschaffen. Die Transparenzinitiativen tragen dazu bei, das Vertrauen in die Produktsicherheit zu stärken, indem sie den Zugang zu Informationen verbessern, strenge Sicherheitsbewertungen fördern und den Dialog mit den Stakeholdern intensivieren. Diese Maßnahme läuft kontinuierlich und ist unbefristet.
Seit 2018 haben wir kontinuierlich Informationen aus verschiedenen Bereichen unserer Arbeit auf den Gebieten Pflanzenschutz, genetisch veränderte Kulturen und Pflanzenzüchtung auf unserer Transparenz-Plattform veröffentlicht. Im Berichtsjahr haben wir neben der bereits 2023 gestarteten virtuellen Besucherplattform „OpenLabs 360° Crop Protection“ mit den „OpenLabs 360° Genetically Modified Crop“ eine zweite virtuelle Plattform gestartet. Diese ermöglicht es unseren Stakeholdern zu beobachten, wie wir die Sicherheitsstudien zu gentechnisch veränderten Pflanzen durchführen.
Management unserer positiven Auswirkung, indem wir Landwirte die Erzielung höherer Ernteerträge ermöglichen und gleichzeitig die Umweltauswirkungen verringern
Die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv gestiegen, und es ist davon auszugehen, dass diese Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten weiter steigen wird. Zu den wichtigsten Gründen für den Anstieg der Nachfrage gehören das weltweite Bevölkerungswachstum bei gleichzeitiger höherer Lebenserwartung, veränderte Konsumgewohnheiten bei einer Vielzahl an Menschen weltweit (insbesondere durch einen steigenden Konsum von Fleisch infolge eines gestiegenen Wohlstands), dementsprechend eine erhöhte Nachfrage nach Futtermitteln für die Tierzucht und nachwachsenden Rohstoffen für verschiedene Einsatzmöglichkeiten (u. a. für Textilien oder als Ersatz für Produkte auf Erdölbasis). Gleichzeitig birgt der Klimawandel die Gefahr, dass zukünftig verschiedentlich landwirtschaftliche Flächen nicht mehr zur Verfügung stehen könnten. Das alles führt zu einem Risiko, dass Flächen, die aktuell nicht in der landwirtschaftlichen Nutzung stehen, zukünftig dafür verwendet werden könnten (Änderung in der Landnutzung).
In unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben wir daher eine potenzielle positive Auswirkung in Zusammenhang mit der Reduzierung des Drucks zusätzlicher Landnutzungsänderungen identifiziert, indem Landwirte befähigt werden, ihre Erträge zu steigern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu verringern.
Konzepte im Zusammenhang mit der Unterstützung der Landwirte bei der Erzielung höherer Ernteerträge und gleichzeitiger Reduktion der Umweltauswirkungen [E4-2]
Die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind je nach Region und angebauter Kultur unterschiedlich, wenn es um die Möglichkeiten zur Steigerung der Erträge und zur Reduktion der Umweltauswirkungen geht. Durch unsere Forschung und Entwicklung wollen wir unsere potenziell positiven Auswirkungen in diesem Zusammenhang weiter fördern und noch mehr dazu beitragen, durch eine höhere Produktivität der landwirtschaftlichen Betriebe mithilfe unserer Produkte weitere Landnutzungsänderungen zu verhindern. Die Entwicklung innovativen Saatguts, von Pflanzeneigenschaften, Pflanzenschutzmitteln und digitalen Lösungen bildet einen wesentlichen Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Da die potenziell positiven Auswirkungen in unseren forschungs- und entwicklungsbezogenen Maßnahmen sowie den Eigenschaften unserer Produkte liegen, berichten wir über keine weiteren spezifischen Konzepte in diesem Zusammenhang.
Maßnahmen im Zusammenhang mit der Unterstützung der Landwirte bei der Erzielung höherer Ernteerträge und gleichzeitiger Reduktion der Umweltauswirkungen [E4-3]
Mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen wir die Landwirte bei der Erzielung höherer Ernteerträge und gleichzeitiger Reduktion der Umweltauswirkungen. Offsets für Biodiversität, die speziell auf die Vielfalt der Ökosysteme, Arten und Gene ausgerichtet sind, sind aktuell nicht Teil unserer Maßnahmen.
Pflanzenzüchtung
Pflanzenzüchtung ist seit jeher die Grundlage für Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft. Wir forschen und entwickeln daher in einem hochkompetitiven Umfeld und unter Anwendung moderner Züchtungsverfahren kontinuierlich neue Saatgutsorten (einschließlich Hybridsaatgut), welche steigende Ernteerträge für die Landwirte auf den bestehenden landwirtschaftlichen Flächen ermöglichen und die an die jeweilige Umgebung angepasst sind. Die Möglichkeiten für steigende Erträge der Saatgutsorten wird durch eine Kombination aus wissenschaftlichen Studien, Feldversuchen und Peer-Review-Publikationen erhoben. Diese Aktivitäten sind integraler Bestandteil unserer globalen Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline sowie der Züchtungsprogramme. Da Pflanzenzüchtung auf den natürlichen Wachstumseigenschaften der Pflanzen aufbaut, sind Züchtungsprozesse langwierig und dauern viele Jahre. Als Teil unseres Geschäftsmodells laufen diese daher unbegrenzt.
Preceon™ Smart Corn System
Ein Beispiel für das besondere Potenzial innovativer Pflanzenzüchtung ist unser Preceon™ Smart Corn System, das zukünftig in verschiedenen Märkten verfügbar sein soll. Teil des Preceon™ Smart Corn System ist unser Züchtungserfolg eines kurzhalmigen Mais, kombiniert mit gezielten landwirtschaftlichen Empfehlungen für den Anbau sowie digitale Unterstützungstools.
Die mithilfe fortschrittlicher Züchtung entwickelten Maishybride wachsen weniger hoch und sind dadurch im Vergleich zu herkömmlichen Maissorten widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind oder heftigen Regenfällen. Die niedrigeren Pflanzen zeigen ein geringeres Risiko für Wurzel- und Stängellagerung (Umknicken oder Brechen der Pflanzen).
An den ersten, breiter angelegten Versuchen für Preceon™ wurden 2023 in den USA und Europa mehr als 12.000 ha bei mehr als 350 landwirtschaftlichen Betrieben angepflanzt. In 2025 wurden in den USA ungefähr 35.000 ha bepflanzt. Für 2026 erwarten wir den Anbau auf bis zu 81.000 ha in den USA und bis zu 32.000 ha in Europa, die sowohl für Silage als auch für Körnermaisproduktion geplant sind.
Präzisionslandwirtschaftstechnologien: Optimierung landwirtschaftlicher Inputs
Um Landwirten zu helfen, ihre Erträge zu optimieren, bieten wir mit FieldView™ eine digitale Landwirtschaftsplattform an, die dabei unterstützt, datengestützte Entscheidungen zu treffen. Die Plattform FieldView™ ermöglicht Landwirten die Erfassung, Speicherung und Visualisierung von Felddaten in Echtzeit und integriert Informationen aus Geräten, Wetterstationen und Satellitenbildern. Durch die Analyse von Bodenfeuchtigkeit, Nährstoffgehalt und Wetterbedingungen können Düngemittel und Pflanzenschutzmittel gezielt und ressourcenschonend eingesetzt werden. Dies trägt zur Reduktion von Produktionskosten und Umweltbelastung bei.
FieldView™ bietet eine digitale und kontinuierliche Unterstützung während der gesamten Vegetationsperiode, von der Aussaat über das Nährstoffmanagement bis zur Ernteoptimierung. Die Plattform ist derzeit in den USA, Brasilien und der Region Europa/Nahost/Afrika verfügbar und wird dort aktiv genutzt. Dadurch trägt FieldView™ zur Präzisionslandwirtschaft bei und ermöglicht die Maximierung der Erträge bei gleichzeitiger Optimierung des Ressourceneinsatzes auf dem bestehenden Ackerland, u. a. zum gezielten und bedarfsgerechten Einsatz von Düngemitteln, Wasser und Pflanzenschutzmitteln. Prädiktive Analysen ermöglichen die Anpassung von Aussaatdichte und Hybridselektion an die jeweiligen Feldbedingungen, wodurch die Effizienz weiter gesteigert wird. Die kontinuierliche Überwachung des Pflanzenwachstums erlaubt eine frühzeitige Problemerkennung und gezielte Maßnahmen.
Ein weiteres Beispiel zu einer Maßnahme zur Unterstützung der Landwirte bei der Erzielung höherer Ernteerträge und gleichzeitiger Reduktion der Umweltauswirkungen aus dem Bereich Obst- und Gemüsebau ist unser Root2Success-Programm. Es vereint Saatgut, biologische und chemische Pflanzenschutzmittel sowie digitale Werkzeuge, die gezielt auf lokale Bodenverhältnisse, Klima und Pflanzenbedürfnisse abgestimmt sind. Das Programm bietet Zugang zu Schulungen, Ressourcen und Best Practices und fördert den Austausch zwischen Landwirten und Experten. Mit unserem Fachwissen in Pflanzenschutz und Saatguttechnologie begleiten wir die Implementierung nachhaltiger Anbaumethoden. Das Programm startete 2016 und läuft unbegrenzt. Das Programm ist global verfügbar und konzentriert sich insbesondere auf den Anbau von Bananen, Zwiebeln, Kartoffeln und Tomaten. Ein Beispiel für Best Practices, die mit dem Root2Success-Programm vermittelt werden, bezieht sich auf die angewandten Bewässerungssysteme: Inputs wie Dünger, Nematizide und Fungizide können präzise über Tröpfchenbewässerungssysteme direkt in den Boden eingebracht werden. Dadurch können Wasserverbrauch, Oberflächenabfluss und Inputverluste reduziert und die Nährstoffaufnahmeeffizienz der Pflanzen gesteigert werden.
Unterstützung des Zugangs zu entwaldungs- und umwandlungsfreien Märkten
Im Rahmen unseres „PRO Carbono-Programms“ unterstützen wir Landwirte in Lateinamerika. PRO Carbono bietet praxisnahe Anleitungen zur Umsetzung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden wie Direktsaat, Zwischenfruchtanbau und zum Erhalt der natürlichen Vegetation. Voraussetzung ist die Erfüllung bestimmter Anforderungen – darunter soziale und ökologische Compliance – und die Nutzung unserer digitalen Plattform FieldView™. Die teilnehmenden Landwirte erhalten Zugang zu Bodenprobenentnahme und -analysen sowie zu technischen Beratern und professionellen Agronomen. Ziel des Programms ist es, nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zu fördern und die Kohlenstoffbindung im Boden zu verbessern. Landwirte können durch die Anwendung verbesserter landwirtschaftliche Praktiken Gutschriften (Zertifikate) für den gebundenen Kohlenstoff im Boden generieren und so zusätzliche Einkommensquellen erschließen. Zusätzlich wird Landwirten über die „PRO Carbono Commodities Initiative“ der Zugang zu entwaldungs- und umwandlungsfreien (deforestation and conversion-free, DCF) Märkten ermöglicht, indem technische Unterstützung, Schulungen und Verifizierungssysteme bereitstellt werden, mit denen die Einhaltung der DCF-Anforderungen nachgewiesen werden kann. Durch die Teilnahme an der „PRO Carbono Commodities Initiative“ können Landwirte Zugang zu Premium-Märkten und Lieferketten erhalten, die DCF-Waren nachfragen und Anforderungen wie die EU-Entwaldungsverordnung sowie Unternehmensnachhaltigkeitsziele erfüllen müssen. Über unser „PRO Carbono Programm“ wird sowohl die Kohlenstoffbindung erhöht als auch der Nachweis erbracht, dass Landwirte auf Flächen ohne jüngste Entwaldung oder Umwandlung produzieren. Mit diesem umfassenden Unterstützungssystem hilft PRO Carbono Landwirten, auf nachhaltige Produktionsmodelle umzustellen, natürliche Ökosysteme zu schützen und gleichzeitig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das „PRO Carbono Programm“ wurde 2020 in Brasilien und 2021 in Argentinien eingeführt. 2024 wurde das Programm als Fallstudie im Nature-Based Solution Blueprint des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) vorgestellt.