Wir messen unsere Zielerreichung anhand klar definierter Kennzahlen, um unsere Fortschritte und Herausforderungen im Bereich Klimawandel transparent darzustellen.
Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel [E1-4]
Im Fokus unserer Ziele im Bereich Klimaschutz stehen unsere Reduktionsziele.
Reduktionsziele Scope 1, 2, 3
Um unsere eigenen Treibhausgas-Emissionen und die Treibhausgas-Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette zu reduzieren, haben wir uns folgende Reduktionsziele gesetzt, die in einem strukturierten Prozess unter Einbeziehung interner und externer Stakeholder entwickelt wurden.
Ziele 2029:
Im Jahr 2020 haben wir uns zum Ziel gesetzt, die absoluten kombinierten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgas-Emissionen1 bis 2029 um 42 % im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu reduzieren. Das Basisjahr für unser Reduktionsziel ist 2019 mit 3,76 Mio. t CO2-Äquivalenten. Unser kombiniertes Scope-1- und -2-Ziel haben wir im Jahr 2024 erneut von der SBTi validieren lassen; es entspricht dem 1,5 °C-Zielpfad. Die verbleibenden Treibhausgas-Emissionen aus eigenen betrieblichen Prozessen wollen wir ab 2030 durch den Erwerb von Zertifikaten aus geprüften Klimaschutzprojekten ausgleichen.
Im Vergleich zum Basisjahr 2019 haben wir unsere kombinierten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2025 um 25,9 % (2024: 21,3 %) reduziert. Bezogen auf die Scope-1-Treibhausgas-Emissionen haben wir diese im Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 9,4 % (2024: 9,4 %) reduziert. Dies entspricht einer Reduktion von 0,19 Mio. t CO2-Äquivalenten (2024: 0,2 Mio. t CO2-Äquivalenten). Bezogen auf die Scope-2-Treibhausgas-Emissionen (marktbezogen) haben wir diese im Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 46,3 % (2024: 36,8 %) reduziert. Dies entspricht einer Reduktion von 0,78 Mio. t CO2-Äquivalenten (2024: 0,63 Mio. t CO2-Äquivalenten). Im Hinblick auf die Scope-2-Treibhausgas-Emissionen (standortbezogen) haben wir diese im Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 16,3 % reduziert (2024: 6,8 %). Dies entspricht einer Reduktion von 0,29 Mio. t CO2-Äquivalenten (2024: 0,12 Mio. t CO2-Äquivalenten).
Im Jahr 2020 hatten wir uns zum Ziel gesetzt, die absoluten Scope-3-Treibhausgas-Emissionen bis 2029 um 12,3 % im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu reduzieren. Die Reduktion bezog sich auf die fünf damals für uns zielrelevanten Kategorien an Scope-3-Treibhausgas-Emissionen nach GHG-Protokoll: (3.1) Erworbene Waren und Dienstleistungen, (3.2) Investitionsgüter, (3.3) Tätigkeiten in Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie, (3.4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb, (3.6) Geschäftsreisen. Dieses Ziel wurde im Jahr 2020 von der SBTi validiert und folgt dem Zielpfad „deutlich unter 2 °C“ („well-below 2 °C“). Im Basisjahr 2019 betrugen die Scope-3-Treibhausgas-Emissionen, basierend auf den fünf zielrelevanten Scope-3-Kategorien, 8,82 Mio. t CO2-Äquivalente. Mit dem 2024 angepassten und erneut durch die SBTi validierten Ziel wollen wir nun unsere Scope-3-Treibhausgas-Emissionen bis 2029 um 25 % reduzieren (im Vergleich zum Basisjahr 2019); dies entspricht dem Zielpfad „deutlich unter 2 °C“ („well below 2 °C“). Dieses angepasste Reduktionsziel schließt alle Scope-3-Kategorien ein. Neben der Erweiterung durch zusätzliche Scope-3-Kategorien wurden Methodenanpassungen vorgenommen, die eine vollständigere Erfassung der Treibhausgas-Emissionen ermöglichen. Durch den Einbezug aller Scope-3-Kategorien ändern sich auch unsere Scope-3-Treibhausgas-Emissionen im Basisjahr 2019 auf 10,34 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten. Im Vergleich zum aktualisierten Bezugswert aus 2019 haben wir unsere Scope-3-Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2025 um 12,0 % reduziert. Dies entspricht einer Reduktion von 1,24 Mio. t CO2-Äquivalenten. Weitere Informationen zu den Scope-3-Kategorien lesen Sie in Abschnitt „Treibhausgas-Emissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie gesamte Treibhausgas-Emissionen [E1-6]“.
Netto-Null-Ziel 2050:
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen einschließlich der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen2. Dies bedeutet eine Reduzierung der absoluten Treibhausgas-Emissionen von Scope 1, 2 und 3 um 90 % im Vergleich zum Basisjahr 2019. Die verbleibenden Treibhausgas-Emissionen (10 %) wollen wir durch den Erwerb von Zertifikaten mit langfristiger CO2-Bindung ausgleichen3. Damit stellen wir sicher, dass diese Restemissionen langfristig kompensiert werden. Dieses Ziel wurde im Jahr 2024 durch die SBTi-Organisation validiert. Es entspricht den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der UN, dem Pariser Abkommen, die Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, sowie der „Business Ambition for 1.5 °C“ der UN Global Compact Initiative. Unser Ziel für Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen bis 2050 bezieht sich auf den absoluten Wert im Vergleich zum Basisjahr 2019 und schließt somit auch etwaige zukünftige Veränderungen oder Schwankungen unserer Treibhausgas-Emissionen mit ein (z. B. aufgrund veränderter Produktionsmengen). Durch den Einbezug aller Scope-3-Kategorien sowie durch Methodenanpassungen einiger Scope-3-Kategorien ändert sich der Bezugswert unserer gesamten Treibhausgas-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) im Basisjahr 2019 auf 14,10 Mio. t CO2-Äquivalente.
Im Vergleich zum aktualisierten Bezugswert aus 2019 haben wir unsere gesamten Treibhausgas-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) im Jahr 2025 um 15,7 % reduziert. Dies entspricht einer Reduktion von 2,21 Mio. t CO2-Äquivalenten. Weitere Informationen zu den Scope-3-Kategorien lesen Sie in Abschnitt „Treibhausgas-Emissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie gesamte Treibhausgas-Emissionen [E1-6]“.
Wir haben unsere Ziele zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen für die Jahre 2029 und 2050 gesetzt. Darüber hinaus haben wir keine weiteren Zieljahre definiert. Unsere Reduktionsziele für Treibhausgas-Emissionen Scope 1, 2 und 3 folgen den Erkenntnissen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse und den globalen Vorgaben des GHG-Protokolls sowie der sektorübergreifenden Richtlinie der SBTi. In regelmäßigen Abständen überprüfen wir unsere Ziele, die Zielerreichung gemessen an den erreichten Reduktionen sowie unser Gesamtinventar an Treibhausgas-Emissionen. Weitere Informationen dazu lesen Sie in Abschnitt „Treibhausgas-Emissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie gesamte Treibhausgas-Emissionen [E1-6]“. Im Jahr 2024 hat eine Revalidierung der Reduktionsziele durch die SBTi stattgefunden. Wir messen die Effektivität unserer Aktivitäten und Maßnahmen anhand der Zielerreichung. Bei der Umsetzung der Maßnahmen bestehen viele Abhängigkeiten, insbesondere von den verfügbaren Technologien, der Umsetzbarkeit entlang der Wertschöpfungskette und den regulatorischen Anforderungen. Besonders bei den Reduktionszielen für Scope-3-Treibhausgas-Emissionen sind die Einflussmöglichkeiten nur indirekt und begrenzt. Wir beobachten aktuell, dass die Weltgemeinschaft nicht genug unternimmt, um die Klimaziele von Paris einzuhalten. Ein Beispiel ist die nicht ausreichende Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien. Unsere Maßnahmen zur Zielerreichung sind im Abschnitt „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen“ beschrieben. Wir nutzen zwei Szenarien in unserer Klimaanalyse. Diese berücksichtigen wir auch bei der Gestaltung unserer Reduktionspläne.
Reduktion der Treibhausgas-Intensität in der Landwirtschaft
Das Reduktionsziel von Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft folgt unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Laut einem Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), erschienen im März 2023, sind die Land- und Forstwirtschaft sowie andere Formen der Bodennutzung für rund 22 % der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Wir haben uns das Ziel gesetzt, unsere landwirtschaftlichen Kunden zu befähigen, die Treibhausgas-Emissionen auf den Feldern pro Masseneinheit Ernteertrag bis 2030 um 30 % gegenüber der gesamten Treibhausgas-Intensität im Basisjahr zu reduzieren. Die gesamte Treibhausgas-Intensität im Basisjahr beinhaltet die gewichteten Treibhausgas-Intensitäten von verschiedenen Kombinationen aus Ländern und Anbaukulturen (Crop-Country-Kombinationen). Das Basisjahr wird für jede Crop-Country-Kombination einzeln definiert, je nach Verfügbarkeit der Daten entspricht das Basisjahr dem Erntejahr 2021 oder 2022. Im Jahr 2024 wurden die Basisjahre aufgrund zusätzlicher Datenanforderungen, die auf einer aktualisierten Methodik zur Kalkulation von Treibhausgas-Emissionen basieren, und fehlender Daten aus Vorjahren angepasst. Um die übergreifende Treibhausgas-Intensität im Basisjahr zu berechnen, wurden die einzelnen Treibhausgas-Intensitäten je Anbaukultur und Land entsprechend unserem Marktanteil für die jeweilige Anbaukultur dort gewichtet. Dazu nutzen wir die Daten der „Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen“ (FAO) zum gesamten Produktionsvolumen einer bestimmten Anbaukultur in einem bestimmten Markt, unseren Marktanteil in diesem Markt und die Treibhausgas-Intensität der Anbaukultur in diesem Land. Mit dieser Methodik betrug die gesamte, gewichtete Treibhausgas-Intensität unserer Kunden in allen Crop-Country-Kombinationen, die Teil unseres Ziels sind, 726 kg CO2-Äquivalente pro Tonne Ernteertrag (Treibhausgas-Intensität im Basisjahr unseres Ziels). Unsere Methodik haben wir im „Bayer Reduction of on-field GHG Emissions – Methodological Report“ detailliert beschrieben und auf unserer Website veröffentlicht.
Basierend auf den gesammelten Daten für die Erntejahre 2024 oder 2025 (abhängig vom Basisjahr für die jeweilige Crop-Country-Kombination) wurde die gesamte gewichtete Treibhausgas-Intensität unserer Kunden in allen Crop-Country-Kombinationen, die Teil unseres Ziels sind, im Vergleich zur gesamten gewichteten Treibhausgas-Intensität im Basisjahr (726 kg CO2-Äquivalente pro Tonne Ernteertrag) um 20 % reduziert (auf 581 kg CO2-Äquivalente pro Tonne Ernteertrag). Die Haupttreiber für die Verbesserung sind vor allem auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei indischem Reis und US-amerikanischer Baumwolle zurückzuführen. Wir messen die Effektivität unserer Aktivitäten und Maßnahmen anhand der Zielerreichung. Die Maßnahmen zur Zielerreichung sind im Abschnitt „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen“ beschrieben. Mit diesem Ziel adressieren wir direkt die Umsetzung von regenerativen Praktiken in der Landwirtschaft und unterstützen somit sowohl die Dekarbonisierung als auch die Anpassung an zukünftige Umweltbedingungen.
Energieverbrauch und Energiemix [E1-5]
Der größte Anteil unseres Energiebedarfs entfällt auf die Produktion an unseren Standorten und hängt von den verwendeten Produktionsprozessen sowie von der Tiefe unserer Wertschöpfung ab. Die für die Produktionsprozesse benötigte Primär- und Sekundärenergie steht üblicherweise in Relation zum Produktionsvolumen: Wird mehr produziert, so steigen der Energieeinsatz und in der Folge auch die damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen. Beim Gesamtenergieeinsatz unterscheiden wir zwischen dem Primär- und dem Sekundärenergieeinsatz. Als Primärenergie werden erneuerbare und fossile Energieträger für die Eigenerzeugung von Strom, Dampf und Kälte zur Eigennutzung sowie in geringem Maße für den Verkauf an andere Unternehmen eingesetzt. Der Sekundärenergieeinsatz umfasst den Zukauf von Strom, Dampf und Kälte an unseren Standorten weltweit. Die Datenerfassung zu unserem Energieeinsatz findet jährlich im Rahmen der Umweltberichterstattung aller umweltrelevanten Standorte statt. Hierbei tragen Standortverantwortliche direkt gemessene Daten für die Periode Januar bis Oktober und Schätzwerte für November und Dezember in eine zentrale Berichtsplattform ein. Die Schätzung basiert entweder auf den Vorjahresdaten, wo nötig angepasst um besondere Ereignisse der aktuellen Berichtsperiode, oder auf einer Fortschreibung der Daten der aktuellen Berichtsperiode. Anschließend werden die Daten durch ein zentrales Team validiert und auf Vollständigkeit geprüft. Umweltrelevant sind für uns alle Standorte, deren jährlicher Energieverbrauch über 1,5 Terajoule liegt und/oder deren jährliche Wasserentnahme ≥ 50 Tm3 beträgt. Die Umweltdaten der weiteren, unterhalb der Schwellen liegenden Standorte haben keinen relevanten Einfluss auf das Gesamtergebnis der Umweltdaten. Sämtliche in unserer Nachhaltigkeitserklärung enthaltenen Kennzahlen unterliegen, neben der Prüfung durch unseren Abschlussprüfer, keiner weiteren zertifizierten externen Prüfung.
Im Jahr 2025 sank unser Gesamtenergieeinsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 8.855 T MWh (2024: 9.055 T MWh). Hierin eingeschlossen ist sowohl der Primärenergieeinsatz, der zumeist fossile Energieträger betrifft, als auch der Sekundärenergieeinsatz.
in T MWh |
|
2024 |
|
2025 |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Gesamtverbrauch fossiler Energie |
|
7.058 |
|
6.440 |
|||||||
davon Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen |
|
172 |
|
140 |
|||||||
davon Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen |
|
731 |
|
684 |
|||||||
davon Brennstoffverbrauch aus Erdgas |
|
2.842 |
|
2.801 |
|||||||
davon Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen |
|
11 |
|
11 |
|||||||
davon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen |
|
3.303 |
|
2.804 |
|||||||
hiervon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität aus fossilen Quellen |
|
1.740 |
|
1.378 |
|||||||
hiervon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen |
|
1.563 |
|
1.426 |
|||||||
Gesamtverbrauch aus nuklearen Quellen1 |
|
303 |
|
287 |
|||||||
Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie |
|
1.560 |
|
2.013 |
|||||||
davon Brennstoffverbrauch aus erneuerbaren Quellen2 |
|
191 |
|
221 |
|||||||
davon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen |
|
1.366 |
|
1.788 |
|||||||
hiervon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität aus erneuerbaren Quellen |
|
1.331 |
|
1.745 |
|||||||
hiervon Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen |
|
35 |
|
43 |
|||||||
davon Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt |
|
3 |
|
4 |
|||||||
Gesamtverbrauch aus anderen nicht erneuerbaren Quellen3 |
|
133 |
|
116 |
|||||||
Gesamtenergieverbrauch |
|
9.055 |
|
8.855 |
|||||||
Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
77,9 |
|
72,7 |
|||||||
Anteil nuklearer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
3,3 |
|
3,2 |
|||||||
Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
17,2 |
|
22,7 |
|||||||
Anteil anderer nicht erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) |
|
1,5 |
|
1,3 |
|||||||
Selbst erzeugte nicht erneuerbare Energie |
|
6.867 |
|
6.986 |
|||||||
Selbst erzeugte erneuerbare Energie |
|
3 |
|
4 |
|||||||
|
|||||||||||
Alle Geschäftsbereiche unseres Unternehmens fallen unter die High-Climate-Impact-Sektoren nach NACE-Definition (Delegierte Verordnung [EU] 2022/1288 der Kommission). Unsere Division Crop Science ist dabei der Sektion A „Landwirtschaft“ zugeordnet. Unsere Divisionen Pharmaceuticals und Consumer Health sind Sektion C „Herstellung von pharmazeutischen Grundprodukten und pharmazeutischen Präparaten“ zugeordnet. In die Berechnung unserer Energieintensität fließt somit der Gesamtenergiebedarf im Verhältnis zu den Umsatzerlösen des Konzerns (siehe Kapitel B „Konzernabschluss“, Abschnitt „Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern“) ein.
|
|
2024 |
|
2025 |
|---|---|---|---|---|
Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (in T MWh) |
|
9.055 |
|
8.855 |
Umsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren (in Mio. €) |
|
46.606 |
|
45.575 |
Energieintensität (in MWh/Mio. €) |
|
194 |
|
194 |
Treibhausgas-Emissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie gesamte Treibhausgas-Emissionen [E1-6]
Direkte Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) entstehen in unserem Unternehmen größtenteils aus der Verbrennung von Primärenergieträgern (im Wesentlichen Gas und Öl) zur Erzeugung von Strom und thermischer Energie. Außerdem entstehen Treibhausgas-Emissionen durch die Fahrzeugflotte sowie bei der Rohstoffgewinnung und -aufbereitung (32,5 %). Ein weiterer Anteil der Treibhausgas-Emissionen stammt aus chemischen Prozessen (35,1 %). Im Bereich der indirekten Treibhausgas-Emissionen (Scope 2) entfällt der größte Anteil auf den Bezug von elektrischer Energie (20,2 %) und weiteren eingekauften Energien, insbesondere Wärme und Kälte (12,2 %).
In Übereinstimmung mit SBTi und dem GHG-Protokoll berücksichtigen wir für die Berichterstattung über die Erreichung unseres Reduktionsziels für Scope-3-Treibhausgas-Emissionen alle Scope-3-Kategorien. Da wir keine Franchiseaktivitäten betreiben, ist die Kategorie (3.14) zwar berücksichtigt, aktuell aber nicht anwendbar. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel [E1-4]“.
Im aktuellen Berichtsjahr wurden insbesondere bei der Berechnung der Scope-3-Treibhausgas-Emissionen Änderungen vorgenommen. Dies umfasst die folgenden Bereiche:
Die Anzahl der zu berichtenden Scope-3-Kategorien wurde auf 15 Kategorien erhöht. Im Rahmen der Revalidierung der Reduktionsziele durch die SBTi wurden alle Bereiche der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette auf zusätzliche Treibhausgas-Emissionen hin überprüft. Auch wenn die Berechnung der weiteren Scope-3-Kategorien ergab, dass diese weiteren Treibhausgas-Emissionen im Verhältnis zu den Gesamtemissionen gering sind, haben wir diese trotzdem der Scope-3-Berichterstattung hinzugefügt und auch in die Berechnung des Reduktionsziels der Scope-3-Treibhausgas-Emissionen eingeschlossen.
In den transportbezogenen Scope-3-Kategorien (3.4) und (3.9) erfolgten ebenfalls Änderungen. Hierzu gehören Änderungen, die aus der Verwendung von so genannten Well-to-Wheel basierten Product Carbon Footprint(PCF)-Daten aus der EcoTransIT-Datenbank, der separaten Ausweisung der Scope-3-Kategorie (3.9) „Nachgelagerter Transport und Vertrieb“ und der indikativen Quantifizierung von Treibhausgas-Emissionen aus der Lagerung unserer Produkte in Groß- und Einzelhandel resultieren.
Im Jahr 2025 haben wir die Summe unserer Treibhausgas-Emissionen der Scope-1- und Scope-2-Kategorie (marktbezogen) um 5,8 % gegenüber 2024 gesenkt. Dies konnte v. a. durch eine weitere Erhöhung des Elektrizitätsbezugs aus erneuerbaren Energien erreicht werden. Im Bereich Scope 3 sind unsere Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 0,28 Mio. t CO2-Äquivalente leicht gestiegen. Der mit rund 69 % größte Anteil unserer Scope-3-Treibhausgas-Emissionen entfällt auf die Kategorie (3.1) Erworbene Waren und Dienstleistungen.
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Rückblickend |
|
Etappenziele und Zieljahre1 |
|||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
in Mio. t CO2-Äquivalente |
|
Basisjahr 2019 |
|
2024 |
|
2025 |
|
Veränderung |
|
2025 |
|
2030 |
|
2050 |
|
Jährlich % |
|||||||||
Scope-1-Treibhausgas-Emissionen2 |
|
2,08 |
|
1,88 |
|
1,89 |
|
0,5 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
Scope-1-Treibhausgas-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %) |
|
– |
|
13,0 |
|
13,6 |
|
4,6 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
Standortbezogene Scope-2-Treibhausgas-Emissionen |
|
1,77 |
|
1,65 |
|
1,48 |
|
–10,3 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
Marktbezogene Scope-2-Treibhausgas-Emissionen |
|
1,68 |
|
1,08 |
|
0,90 |
|
–16,7 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
Scope-3-Treibhausgas-Emissionen3 |
|
10,34 |
|
8,82 |
|
9,10 |
|
3,2 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.1) Erworbene Waren und Dienstleistungen |
|
6,62 |
|
5,87 |
|
6,25 |
|
6,5 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.2) Investitionsgüter |
|
0,51 |
|
0,37 |
|
0,36 |
|
–2,7 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.3) Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope-1- oder Scope-2-Kategorie enthalten)3 |
|
0,73 |
|
0,64 |
|
0,67 |
|
4,7 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb3 |
|
0,78 |
|
0,85 |
|
0,82 |
|
–3,5 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.5) Abfallaufkommen in Betrieben3 |
|
0,35 |
|
0,30 |
|
0,27 |
|
–10,0 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.6) Geschäftsreisen |
|
0,30 |
|
0,21 |
|
0,13 |
|
–38,1 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.7) Pendelnde Arbeitnehmer |
|
0,12 |
|
0,12 |
|
0,11 |
|
–8,3 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.8) Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter |
|
0,002 |
|
0,002 |
|
0,004 |
|
100,0 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.9) Nachgelagerter Transport |
|
0,03 |
|
0,02 |
|
0,02 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.10) Verarbeitung verkaufter Produkte |
|
0,07 |
|
0,05 |
|
0,09 |
|
80,0 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.11) Verwendung verkaufter Produkte |
|
0,005 |
|
0,005 |
|
0,005 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer3 |
|
0,72 |
|
0,27 |
|
0,29 |
|
7,4 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.13) Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter |
|
0,10 |
|
0,10 |
|
0,10 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.14) Franchises |
|
n/a |
|
n/a |
|
n/a |
|
n/a |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
davon (3.15) Investitionen |
|
0,009 |
|
0,015 |
|
0,004 |
|
–73,3 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
Treibhausgas-Emissionen insgesamt (standortbezogen)3 |
|
14,19 |
|
12,35 |
|
12,47 |
|
0,9 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
|||||||||
|
14,10 |
|
11,78 |
|
11,89 |
|
0,9 |
|
– |
|
– |
|
– |
|
– |
||||||||||
|
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Im Berichtsjahr gab es keine signifikanten Änderungen in der Unternehmensstruktur und der Wertschöpfungskette, welche die zu berichtenden Treibhausgas-Emissionen beeinflussen könnten. Zudem gab es keine signifikanten Ereignisse oder Änderungen mit Bezug auf Treibhausgas-Emissionen zwischen unserem Berichtsstichtag und dem von Unternehmen in unserer Lieferkette.
Wir berichten unsere Treibhausgas-Emissionen gemäß ESRS basierend auf den Vorgaben des Greenhouse-Gas(GHG)-Protokolls. Für die Berechnung der direkten Treibhausgas-Emissionen aus eigenen Produktionsanlagen, Fahrzeugen und von Abfallverbrennungsanlagen (Scope 1) sowie der indirekten Treibhausgas-Emissionen aus dem Bezug von Strom, Dampf und Kälte (Scope 2) werden an allen umweltrelevanten Standorten die relevanten Aktivitätsdaten im Rahmen der jährlichen Umweltberichterstattung erhoben. Hierbei tragen Standortverantwortliche direkt gemessene Daten für die Periode Januar bis Oktober und Schätzwerte für November und Dezember in eine zentrale Berichtsplattform ein. Die Schätzung basiert entweder auf den Vorjahresdaten, wo nötig angepasst um besondere Ereignisse der aktuellen Berichtsperiode, oder auf einer Fortschreibung der Daten der aktuellen Berichtsperiode. Anschließend werden unter Berücksichtigung von standort- oder landesspezifischen Emissionsfaktoren die entsprechenden Treibhausgas-Emissionen automatisch systemseitig berechnet. Abschließend werden die Daten durch ein zentrales Team validiert und auf Vollständigkeit geprüft. Wir berücksichtigen in unserer Berechnung der Treibhausgas-Emissionen für Scope 1 und 2 den gesamten Konzern, entsprechend dem finanziellen Konsolidierungskreis, insofern ein Standort umweltrelevant ist. Umweltrelevant sind alle Standorte, deren jährlicher Energieverbrauch über 1,5 Terajoule liegt und/oder deren jährliche Wasserentnahme ≥ 50 Tm3 beträgt. Die Umweltdaten der weiteren, unterhalb der Schwellen liegenden Standorte haben keinen relevanten Einfluss auf das Gesamtergebnis der Umweltdaten. Die Berechnung unserer Scope-3-Treibhausgas-Emissionen basiert auf dem Corporate-Value-Chain-(Scope 3)-Standard des GHG-Protokolls. Für alle Scope-3-Kategorien gilt, dass Aktivitäten mit Treibhausgas-Emissionen versehen werden. Aktivitätsdaten sind quantitative Indikatoren eines Aktivitätslevels (z. B. Liter an Treibstoffverbrauch), die wir pro Scope-3-Kategorie unterschiedlichen internen Systemen oder externen Quellen entnehmen. Emissionen werden durch Emissionsfaktoren abgeschätzt, diese variieren je nach Scope-3-Kategorie. Wir beziehen sie aus Input-Output-Modellen, Life-Cycle-Assessment-Datenbanken oder direkt von den Akteuren der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Im Folgenden fassen wir die unserer Berechnung zugrunde liegenden Informationen zusammen:
(3.1) Eingekaufte Waren und Dienstleistungen: Wir berücksichtigen die vorgelagerten Prozesse (cradle-to-gate) der eingekauften Güter und Dienstleistungen. Die Aktivitätsdaten (Ausgaben und Mengenangaben) werden unserem Einkaufssystem entnommen. Ab 2026 wollen wir auf ein neues Input-Output-Modell wechseln und zusätzliche Emissionsfaktorstrategien einführen (lieferantenspezifische PCF-Faktoren sowie Industriedurchschnittsfaktoren aus LCA-Datenbanken). Die Einführung dieser Faktoren erlaubt eine genauere Quantifizierung der mit diesen Materialien einhergehenden Treibhausgas-Emissionen und damit eine bessere Steuerung der auf unsere Lieferanten entfallenden Treibhausgas-Emissionen.
(3.2) Investitionsgüter: Wir berücksichtigen alle vorgelagerten Prozesse (cradle-to-gate) der eingekauften Kapitalgüter. Die Aktivitätsdaten werden unserem Einkaufssystem entnommen. Die Treibhausgas-Emissionen schätzen wir mithilfe der Emissionsfaktoren eines umweltbezogenen Input-Output-Modells ab. Die Berechnung ist inflationsbereinigt.
(3.3) Tätigkeiten in Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie: Wir berücksichtigen alle vorgelagerten Prozesse (cradle-to-gate) der eingekauften Primär- und Sekundärenergien. Die Aktivitätsdaten werden unserem System zur Erfassung der umweltrelevanten Kennzahlen entnommen. Die Treibhausgas-Emissionen schätzen wir mit der Durchschnittsdaten-Methodik, wofür wir auf Daten aus einer LCA-Datenbank zurückgreifen.
(3.4) Vorgelagerter Transport und Vertrieb: Es werden alle direkten und indirekten Treibhausgas-Emissionen (cradle-to-gate) zu Bayer eingehender wie ausgehender und durch uns bezahlte Transporte und Lagerungen berücksichtigt. Die Aktivitätsdaten werden unserem Enterprise-Resource-System und unserem Einkaufssystem entnommen. Die Transportemissionen werden mittels der Logistiksoftware EcoTransIT und den transportspezifischen Emissionsfaktoren in EcoTransIT errechnet. Emissionen aus der Lagerung berechnen wir mit Hilfe von Emissionsfaktoren aus einem umweltbezogenen Input-Output-Modell, welches inflationsbereinigte Berechnungen ermöglicht.
(3.5) Abfallaufkommen in Betrieben: Beim extern entsorgtem Abfall berücksichtigen wir die direkten Treibhausgas-Emissionen (gate-to-gate) unserer Abfallentsorger. Die Aktivitätsdaten werden unserem System zur Erfassung der umweltrelevanten Kennzahlen entnommen. Die Emissionsfaktoren beziehen wir von unseren Standorten, unseren Abfallentsorgern oder aus der Literatur (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)).
(3.6) Geschäftsreisen: Die Aktivitätsdaten beziehen wir von Autovermietungen bei gemieteten Fahrzeugen, von Reiseagenturen bei Flugreisen und von Bahngesellschaften bei Bahnreisen. Die Emissionsfaktoren beziehen wir im Fall der Mietfahrzeuge direkt von den Autovermietungen. Im Fall der Flugreisen nutzen wir Durchschnitts-Emissionsfaktoren des UK Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA), und im Fall der Bahnreisen verwenden wir spezifische Emissionsfaktoren oder Durchschnittsdaten aus LCA-Datenbanken.
(3.7) Pendelnde Arbeitnehmer: Wir berücksichtigen Well-to-Wheel-Emissionsfaktoren. Die Aktivitätsdaten beziehen wir aus unserem Enterprise-Ressource-System, während die Emissionsfaktoren aus einer LCA-Datenbank entnommen werden.
(3.8) Gemietete Vermögenswerte: Daten zu unseren Immobilien werden einer zentralen Datenbank entnommen. Zusammen mit Standort-typischen Energieverbrauchswerten, die dem zentralen System zur Umweltberichterstattung entnommen werden, sowie Emissionsfaktoren aus einer LCA-Datenbank werden die Gesamtemissionen für diese Kategorie berechnet. Wir verwenden hierzu Emissionsfaktoren aus LCA-Datenbanken.
(3.9) Nachgelagerter Transport und Vertrieb: In dieser Kategorie erfassen wir Treibhausgas-Emissionen aus nachgelagerten Transporten, die durch unsere Kunden bezahlt werden, sowie Emissionen, die bei der Lagerung unserer Produkte im Handel entstehen. Für Ersteres nutzen wir die bereits unter Scope 3.4 beschriebene Methodik, für Zweiteres nutzen wir Verkaufsmengen aus unserem Enterprise-Ressource-System für alle durch uns verkauften Produkte. Diese werden mit durchschnittlichen Emissionsfaktoren für Lagerung aus dem Global Logistics Emissions Council Framework ausgerechnet.
(3.10) Verarbeitung von verkauften Produkten: Die Verkaufsmengen der durch uns an Weiterverarbeiter verkauften Zwischenprodukte werden unserem Enterprise-Ressource-System entnommen. Die darin enthaltenen Mengen werden mit einem Emissionsfaktor für ein typisches Produkt zu Gesamtemissionen verrechnet. Dieser Emissionsfaktor wird basierend auf internen Produktionsdaten errechnet.
(3.11) Nutzung von verkauften Produkten: Wir berichten die Treibhausgas-Emissionen, die durch den Energieverbrauch von durch uns hergestellte oder vertriebenen Geräte entstehen. Im pharmazeutischen Bereich sind dies Kontrastmittelinjektoren sowie die damit verbundene technischen Geräte. Im Bereich Crop Science wird der FieldView™-Datenwürfel vertrieben. Der Energieverbrauch dieser Anwendungen wird anhand typischer Anwendungsfälle abgeschätzt und mit Emissionsfaktoren aus einer LCA-Datenbank ausgerechnet. Pflanzenschutzmittel, die auf Pflanzen und Böden angwendet werden, werden in der Umwelt zu einfacheren Substanzen abgebaut. Dieser Abbauprozess hängt von ihrer Molekularstruktur und verschiedenen äußeren Faktoren ab und führt zur Freisetzung von CO2- und N2O-Emissionen. Da die Abbauvorgänge von Pflanzenschutzmitteln sehr komplex sind, werden diese Emissionen bislang nicht in der Berechnung der Scope-3-Kategorie (3.11) berücksichtigt.
(3.12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer: Wir berücksichtigen alle vorgelagerten Prozesse (cradle-to-gate), die bei der Entsorgung unserer Produktverpackungen entstehen. Die Aktivitätsdaten beziehen wir aus unserem Einkaufssystem, während die Emissionsfaktoren aus LCA-Datenbanken entnommen werden.
(3.13) Vermietete Vermögenswerte: Daten von durch Bayer vermieteten Immobilien werden lokal erfasst und mit Standort-typischen Energieverbrauchswerten aus dem zentralen System zur Umweltberichterstattung sowie Emissionsfaktoren aus einer LCA-Datenbank berechnet.
(3.14) Franchise: Bayer unterhält keine Franchise Aktivitäten, weshalb keine Treibhausgas-Emissionen von Franchisenehmern berichtet werden können.
(3.15) Investitionen: Treibhausgas-Emissionen aus Investitionen werden mit Anteils- und Umsatzdaten von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie sektorspezifischen Emissionsfaktoren eines umweltbezogenen Input-Output-Modells berechnet.
Primärdaten über die Treibhausgas-Emissionen aus unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette können derzeit nur von einer kleinen Anzahl von Beteiligten bereitgestellt werden. Daher unterstützen wir unsere direkten Geschäftspartner bei der Berechnung und versuchen damit den Anteil an PCF-Daten bei der Berechnung unserer Scope-3-Treibhausgas-Emissionen zu erhöhen. Ein weiteres Ziel ist es, unsere Lieferanten bei der Dekarbonisierung zu unterstützen (z. B. durch den Umstieg auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen), um das globale Ziel von Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen zu erreichen. Im Jahr 2025 konnten wir auf Primärdaten in den Scope-3-Kategorien (3.5) Abfallaufkommen in Betrieben und (3.6) Geschäftsreisen zurückgreifen. Damit liegt der Anteil der Emissionen die mit Primärdaten abgeschätzt werden können bei 0,32 %.
Aufgrund der unterschiedlichen Tiefe der Wertschöpfung sind die Treibhausgas-Emissionen der direkten und indirekten Treibhausgase (Scope 1 und Scope 2) ungleich auf unsere Divisionen verteilt. Besonders energieintensiv ist unsere Rohstoffgewinnung einschließlich Aufbereitung und Weiterverarbeitung für die Herstellung von Pflanzenschutzmittelvorprodukten von Crop Science – daher entfällt der größte Anteil unserer Treibhausgas-Emissionen auf diese Division.
in Mio. t CO2-Äquivalente |
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2024 |
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2025 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
Scope-1-Treibhausgas-Emissionen |
|
1,88 |
|
1,89 |
|||
Crop Science |
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1,56 |
|
1,59 |
|||
Pharmaceuticals |
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0,17 |
|
0,13 |
|||
Consumer Health |
|
0,02 |
|
0,02 |
|||
Sonstige Segmente1 |
|
0,13 |
|
0,13 |
|||
|
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in Mio. t CO2-Äquivalente |
|
2024 |
|
2025 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Scope-2-Treibhausgas-Emissionen (marktbezogen) |
|
1,08 |
|
0,90 |
|||
Crop Science |
|
0,93 |
|
0,76 |
|||
Pharmaceuticals |
|
0,08 |
|
0,08 |
|||
Consumer Health |
|
0,04 |
|
0,03 |
|||
Sonstige Segmente1 |
|
0,03 |
|
0,03 |
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Den größten Anteil unserer Treibhausgas-Emissionen macht Kohlenstoffdioxid (CO2) aus.
in Mio. t CO2-Äquivalente |
|
2024 |
|
2025 |
|---|---|---|---|---|
Scope-1-Treibhausgas-Emissionen |
|
1,88 |
|
1,89 |
davon Kohlenstoffdioxid (CO2) |
|
1,83 |
|
1,84 |
davon ozonabbauende Substanzen |
|
0,003 |
|
0,003 |
davon teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFCs) |
|
0,04 |
|
0,03 |
davon Distickstoffmonoxid (N2O) |
|
0,01 |
|
0,01 |
davon Methan (CH4) |
|
0,003 |
|
0,003 |
Rund 14 % unserer Scope-1-Treibhausgas-Emissionen entstanden im Jahr 2025 an Standorten, die einem regulierten Emissionshandelssystem unterliegen, an dem wir entsprechend teilnehmen (2024: 13 %). Im Jahr 2025 nahmen wir mit insgesamt fünf Anlagen (2024: fünf Anlagen) am europäischen Emissionshandel teil. Die Treibhausgas-Emissionen dieser Anlagen beliefen sich im Jahr 2025 auf ca. 256.550 t CO2-Äquivalente (2024: ca. 248.000 t CO2-Äquivalente).
Abhängig von verschiedenen regulatorischen Anforderungen und lokalen Gegebenheiten nutzen wir im Rahmen unseres Energieeinkaufs verschiedene vertragliche Instrumente für den Einkauf von Elektrizität aus erneuerbaren Quellen.
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2024 |
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2025 |
|---|---|---|---|---|
Erworbene oder erhaltene Elektrizität aus erneuerbaren Quellen (in T MWh) |
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1.331 |
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1.745 |
hiervon Anteil durch Stromkaufvereinbarungen erworbene Elektrizität aus erneuerbaren Quellen (in %) |
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56 |
|
51 |
hiervon Anteil durch Zertifikate für erneuerbare Energien belegte erworbene Elektrizität aus erneuerbaren Quellen (in %) |
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44 |
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49 |
Biogene CO2-Emissionen entstehen in unserem Unternehmen überwiegend aus der Verbrennung von Biomasse zur Energieerzeugung und dem Bezug von Elektrizität, die aus Biomasse gewonnen wird. Über unser standortbezogenes Reporting erfassen wir die biogenen CO2-Emissionen für Scope 1. Die biogenen CO2-Emissionen für Scope 2 modellieren wir auf der Basis des gemeldeten sekundären Energiebezugs aus der Verbrennung und dem biologischen Abbau von Biomasse unter Anwendung der Emissionsfaktoren der Internationalen Energieagentur. Die biogenen CO2-Emissionen für Scope 3 berechnen wir auf der Ebene der einzelnen Scope-3-Kategorien. Für die Scope-3-Kategorie (3.5) Abfallaufkommen in Betrieben wird basierend auf der durch die Standorte ermittelten Emissionsfaktoren für die extern recycelten oder verbrannten biobasierten Abfälle die Treibhausgas-Emissionen ausgerechnet. Für die Scope-3-Kategorie (3.12) Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer wird die Menge an biobasierten Verpackungsmaterialien (z. B. Papier, Kartonagen, Holzpaletten) unserem Einkaufssystem entnommen und mit materialspezifischen Emissionsfaktoren für biogenes CO2 aus einer etablierten Life-Cycle-Assessment-Datenbank multipliziert.
Aufgrund unserer Strategie zur Dekarbonisierung gehen wir davon aus, dass die biogenen CO2-Emissionen zukünftig steigen werden, da ein Hebel unserer Dekarbonisierung der Wechsel von fossilbasierten hin zu pflanzenbasierten Rohstoffen ist. So ist bspw. der Anstieg biogener Scope-2-CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr auf einen gestiegenen Bezug von erneuerbarer Energie aus Biomasse zurückzuführen.
in Mio. t CO2-Äquivalente |
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2024 |
|
2025 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Biogene Scope-1-CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse |
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0,15 |
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0,16 |
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Biogene Scope-2-CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse2 |
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0,07 |
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0,55 |
|||||
Biogene Scope-3-CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette |
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0,23 |
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0,20 |
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Unsere Treibhausgas-Intensität setzt die gesamten Treibhausgas-Emissionen ins Verhältnis zu den Umsatzerlösen des Konzerns (siehe Kapitel B „Konzernabschluss“, Abschnitt „Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern“). Im Jahr 2025 betrug unsere Treibhausgas-Intensität 274 t CO2-Äquivalente/Mio. € Umsatzerlöse (2024: 256 t CO2-Äquivalente/Mio. €) nach der standortbezogenen Methode und 261 t CO2-Äquivalente/Mio. € (2024: 243 t CO2-Äquivalente/Mio. €) nach der marktbezogenen Methode.
in t CO2-Äquivalente/Mio. € |
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2024 |
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2025 |
|---|---|---|---|---|
Treibhausgas-Intensität (standortbezogen) |
|
256 |
|
274 |
Treibhausgas-Intensität (marktbezogen) |
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243 |
|
261 |
Wir erfassen unsere eigenen Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) seit mehreren Jahren und damit bereits im Zeitraum vor dem Basisjahr für unsere Reduktionsziele 2019.
Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate [E1-7]
Unser Fokus liegt auf der Reduktion unserer Treibhausgas-Emissionen und den damit verbundenen Zielen und Maßnahmen. Zusätzlich dazu engagieren wir uns auf freiwilligen Kohlenstoffmärkten.
Im Jahr 2025 haben wir im Rahmen unseres Engagements auf den freiwilligen Kohlenstoffmärkten 0,91 Mio. t CO2-Äquivalente kompensiert (2024: 0,71 Mio. t CO2-Äquivalente). Diese Kompensationen resultieren aus Reduktionen außerhalb unserer Wertschöpfungskette. Damit decken wir unsere eigenen Treibhausgas-Emissionen aus betrieblichen Prozessen (Scope 1 und 2) ab. In der Berichtsperiode haben wir ausschließlich Zertifikate aus naturbasierten Lösungen, vor allem Waldschutz- und Landwirtschaftsprojekte, erworben. Dabei stammen 56 % der CO2-Zertifikate aus Projekten, die den Abbau von CO2-Emissionen bezwecken. Hierzu haben wir durch den Kauf von CO2-Zertifikaten Projekte unterstützt, die eine CO2-Minderung und -Bindung zum Ziel haben. Alle Zertifikate, die wir im Jahr 2025 gekauft haben, wurden auch für das Berichtsjahr eingesetzt. Die Projekte befinden sich in folgenden Ländern: Brasilien, Kambodscha, Indonesien, Paraguay, Sierra Leone, Uruguay und in den Vereinigten Staaten. Detaillierte Informationen zu den Projekten stehen auf unserer Website zur Verfügung. Es wurden keine Projekte in der EU unterstützt. Alle unsere Zertifikate sind außerhalb der Rahmenbedingungen der sogenannten Corresponding Adjustments für den zwischenstaatlichen Handel mit Emissionsgutschriften.
Wir haben konkrete Kriterien für unseren Bezug von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten festgelegt, mit dem Ziel eines hohen Standards, den wir ständig verbessern und weiterentwickeln wollen. Diese Kriterien umfassen die Transparenz, Zusätzlichkeit, Dauerhaftigkeit, Messbarkeit, Qualität/Standards, Innovation, Auswirkung, Nebeneffekte, keine Umkehrung, keine doppelte Zählung sowie kein Nettoschaden.
Im Jahr 2025 wurden 100 % (2024: 100 %) unserer eingekauften Zertifikate gemäß externem Standard, wie Verified Carbon Standard (VCS), CCB oder EcoRegistry, geprüft. Zur Einschätzung der Qualität und Integrität holen wir zusätzlich die Bewertung eines unabhängigen externen Dienstleisters ein.
Für die Erreichung unseres Netto-Null-Ziels bis 2050 werden wir zukünftig CO2-Zertifikate mit langfristiger Emissionsreduktion benötigen. Als Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen bis 2050 definieren wir eine Reduktion von 90 % unserer gesamten Treibhausgas-Emissionen4 im Vergleich zum Basisjahr 2019. Die verbleibenden Treibhausgas-Emissionen (10 %) sollen durch langfristige Emissionsgutschriften ausgeglichen werden5.
Durch unsere eigenen Initiativen, die wir insbesondere in unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette vorantreiben, tragen wir zum Abbau und zur Speicherung von Treibhausgas-Emissionen bei. So werden Landwirte mit dem „Bayer Carbon Program“ finanziell unterstützt, wenn sie landwirtschaftliche Praktiken anwenden, durch die z. B. mehr Treibhausgas-Emissionen im Boden gespeichert werden können. Wir managen das Risiko der Nichtdurchlässigkeit durch regelmäßige Überwachung des im Boden gebundenen Kohlenstoffs sowie der angewendeten landwirtschaftlichen Praktiken mittels Fernerkundung und Feldproben. Etwaige Abweichungen, die zu einer tatsächlich geringeren Kohlenstoffbindung führen würden, werden minimiert, indem der Fokus auf Praxisänderungen ohne Landnutzungsänderungen liegt, externe Inputs nachverfolgt und bei Bedarf abgezogen werden. Umkehrereignisse werden durch regelmäßige Datenüberprüfungen identifiziert; Korrekturmaßnahmen und Pufferreserven werden angewendet, um Verluste auszugleichen. Die Prozesse werden unabhängig geprüft und, basierend auf neuen Daten und Rückmeldungen von Interessengruppen, aktualisiert. Die relevanten Daten zur Quantifizierung der im Boden gespeicherten Menge Treibhausgas-Emissionen werden direkt von Landwirten mithilfe von FieldView™ und Umfragen erhoben. Diese Daten werden für Projekteingaben bei Zertifizierungsstellen für Kohlenstoffgutschriften zusammengeführt, validiert und anschließend von einer unabhängigen Prüfstelle verifiziert. Die daraus resultierenden Verified Carbon Units (VCUs) können anschließend am Markt verkauft werden. Alle Felder der Landwirte im Programm werden jährlich auf potenzielle Umkehrungen überprüft. Für Bayer-Programme wurden keine nennenswerten Rückumwandlungen festgestellt. Wir haben im Jahr 2025 ein Äquivalent von 0,17 Mio. t CO2 aus diesem Programm erworben (2024: 0,1 Mio. t CO2-Äquivalente). Aufgrund der Verzögerungen bei den Registrierungsstellen wurden im Jahr 2025 keine Treibhausgas-Emissionszertifikate ausgestellt (2024: mehr als 359.000 Treibhausgas-Emissionszertifikate). Die nächsten Ausstellungen für unsere Projekte in Indien und den USA sind nun für das Jahr 2026 vorgesehen.
Ebenso unterstützen wir einige kleinere Projekte. Diese zählen wir jedoch nicht zu unserem veröffentlichten zusätzlichen Beitrag. Darüber hinaus kompensieren wir die Treibhausgas-Emissionen, die aus Flugreisen resultieren. Im Jahr 2025 haben wir so 0,13 Mio. t CO2-Äquivalente Treibhausgas-Emissionen aus Flugreisen kompensiert (2024: 0,21 Mio. t CO2-Äquivalente). Im Jahr 2025 machten wir keine produktbezogenen Aussagen zu oder Ansprüche auf Treibhausgas-Neutralität im Zusammenhang mit der Verwendung von CO2-Zertifikaten geltend.
Interne CO2-Bepreisung [E1-8]
Wir wollen unsere Investitionsausgaben an unser Ziel, bis 2050 Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen zu erreichen, anpassen. Um den CO2-Fußabdruck einer Investition für die Entscheidungsfindung sichtbar zu machen, haben wir für die Kalkulation einer Investition intern einen CO2-Schattenpreis von 100 €/t CO2-Äquivalente für mit der 10-jährigen Nutzung der Investition zu erwartende Treibhausgas-Emissionen eingeführt. Dadurch wollen wir die Entscheidungsfindung hin zu klimafreundlicheren Investitionen unterstützen. Der interne CO2-Schattenpreis deckt sowohl die zu erwartenden Scope-1-Emissionen als auch die Scope-2-Emissionen aus den Investitionen ab. Ausgenommen davon ist die mit der Investition verbundene Nutzung von Elektrizität, für die unsere Strategie zum Umstieg auf Elektrizität aus erneuerbaren Energien maßgeblich ist. Die Berechnung des internen CO2-Schattenpreises ist Teil unserer Investitionsentscheidungsanalyse für unsere Investitionsprojekte von mehr als 10 Mio. €. Diese Berechnung ist Teil der ökologischen Beurteilung, wodurch sowohl Emissionsreduktionen als auch Energieeffizienz-Maßnahmen Teile der Beurteilung werden. Der interne CO2-Schattenpreis wird freiwillig auch bei Projekten unter 10 Mio. € angewendet, die einen direkten Bezug zum Verbrauch fossiler Energieträger oder zur Nutzung von Wärme und Kälte haben. Eine Zuordnung der aktuellen Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) zum internen CO2-Schattenpreis ist derzeit nicht anwendbar, da der interne CO2-Schattenpreis projektbezogen eingesetzt wird.
Auch wenn es im Jahr 2025 es keine Projekte über 10 Mio. € gab, bei denen der CO2-Schattenpreis angewendet wurde, bleibt das Konzept eine Entscheidungshilfe für unsere Investitionsprojekte. Der interne CO2-Preis wird über die Entscheidungshilfe hinaus nicht für die Bewertung der Nutzungsdauer, des Restwerts unserer Vermögenswerte, die Wertminderung von Vermögenswerten oder die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts von durch Unternehmensübernahmen erworbenen Vermögenswerten angewendet.
Für die Bestimmung unseres CO2-Preises von 100 €/t CO2-Äquivalente wurden folgende Kriterien herangezogen:
Übereinstimmung mit dem Preis von CO2-Emissionszertifikaten im Rahmen eines Emissionshandelssystems
Übereinstimmung mit dem Preis einer Kohlenstoffsteuer
Gesellschaftliche Kosten des Kohlenstoffs
Preis/Kosten von freiwilligen Kohlenstoffkompensationszertifikaten
Kosten der erforderlichen Maßnahmen zur Erreichung der Treibhausgas-Emissionsreduktionsziele
Bewertung im Vergleich zu Mitbewerbern
1 Umfasst direkte Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) und indirekte Treibhausgas-Emissionen (Scope 2, marktbezogen) durch die Standorte von Bayer, deren jährlicher Energieverbrauch über 1,5 Terajoule liegt und/oder deren jährliche Wasserentnahme ≥ 50 Tm3 beträgt. Das Ziel schließt biogene, landbezogene Treibhausgas-Emissionen und den Abbau von Treibhausgasen aus Bioenergierohstoffen mit ein.
2 Umfasst direkte Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) und indirekte Treibhausgas-Emissionen (Scope 2, marktbezogen) durch die Standorte von Bayer, deren jährlicher Energieverbrauch über 1,5 Terajoule liegt und/oder deren jährliche Wasserentnahme ≥ 50 Tm3 beträgt. Das Ziel schließt biogene, landbezogene Treibhausgas-Emissionen und den Abbau von Treibhausgasen aus Bioenergierohstoffen mit ein. Scope 3 beinhaltet alle im GHG-Protokoll definierten Scope-3-Kategorien.
3 Die Neutralisierung der verbleibenden Treibhausgas-Emissionen erfolgt nach den Standards der Science-Based-Targets-initiative (SBTi).
4 Gesamtemissionen Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Treibhausgas-Emissionen. Umfasst direkte Treibhausgas-Emissionen (Scope 1) und indirekte Treibhausgas-Emissionen (Scope 2, marktbasiert) durch die Standorte von Bayer, deren jährlicher Energieverbrauch über 1,5 Terajoule liegt und/oder deren jährliche Wasserentnahme ≥ 50 Tm3 beträgt. Scope 3 beinhaltet alle im GHG-Protokoll definierten Scope-3-Kategorien.
5 Die Neutralisierung der verbleibenden Emissionen erfolgt nach den Standards der Science-Based-Targets-initiative (SBTi).